Bilaterale Beziehungen Schweiz–Peru

Die Beziehungen zwischen der Schweiz und Peru sind freundschaftlich und werden durch regelmässig stattfindende politische Konsultationen gepflegt. Peru ist ein Schwerpunktland der Schweiz im Bereich der wirtschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit.

Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen

Die politischen Beziehungen zwischen der Schweiz und Peru sind rege. Die Intensivierung des bilateralen Handels, die kulturelle und justizielle Zusammenarbeit, Fragen im Bereich Unternehmen und Menschenrechte sowie der Schweizer Beitrag zur Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung und zur Anpassung an den Klimawandel sind die thematischen Schwerpunkte der bilateralen Beziehungen.

Die Schweiz und Peru haben Abkommen in den Bereichen Freihandel, Investitionsschutz, Doppelbesteuerung, Luftverkehr, Rechtshilfe und Kulturgüterschutz abgeschlossen.

Datenbank Staatsverträge

Regierung Perus (es)

Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Die Schweiz importierte 2018 Waren im Wert von 2,3 Milliarden CHF aus Peru. Gold war dabei mit über 95% mit Abstand das wichtigste Handelsgut. 2018 exportierte die Schweiz Güter im Wert von 168 Millionen CHF nach Peru, vor allem Maschinen, pharmazeutische Produkte sowie Uhren. Die Schweizer Direktinvestitionen in Peru beliefen sich Ende 2017 auf 321 Millionen CHF. Schweizer Firmen beschäftigten rund 6600 Angestellte.

Peru, Staatssekretariat für Wirtschaft SECO

Länderinformationen, Staatssekretariat für Wirtschaft SECO

Handelsförderung, Switzerland Global Enterprise SGE

Schweizerische Handelskammer in Peru (es, en)

Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe

Peru ist seit 2009 Schwerpunktland des SECO im Bereich der wirtschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit. Das Budget 2017-2020 beläuft sich auf rund 70 Millionen CHF. Peru ist zudem Teil des Andenprogramms der DEZA in den Bereichen Klimawandel, Naturkatastrophen sowie nachhaltiges Wassermanagement. Die eingesetzten Mittel in der Andenregion für 2017-2020 betragen insgesamt rund 40 Millionen CHF.

Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe

SECO und DEZA Programme (es)

Mitigation Action Plans and Scenarios Programme (en)

Kulturaustausch

Für das Bundesamt für Kultur ist Peru ein Schwerpunktland der Zusammenarbeit. Die Schweiz und Peru haben in diesem Zusammenhang gemeinsam mehrere Projekte finanziert. Bis April 2018 zeigte beispielsweise das Museum Rietberg eine Ausstellung zur Nasca-Kultur.

Schweizerinnen und Schweizer in Peru

Ende 2018 lebten gemäss Auslandschweizerstatistik 3020 Schweizerinnen und Schweizer in Peru.

Geschichte der bilateralen Beziehungen

Das 1884 in der Hauptstadt Lima eröffnete Konsulat wurde 1931 zum Generalkonsulat aufgewertet. Seit 1946 besteht eine diplomatische Vertretung. 1964 lancierte die Schweiz in den peruanischen Anden eines der ersten Programme ihrer technischen Zusammenarbeit. Seit 1979 ist eine Schweizerische Handelskammer in Peru tätig. Nach einer schweren Wirtschaftskrise erliess der Bund Anfang der 1990er Jahre Peru die Schulden.

Peru, Historisches Lexikon der Schweiz

Diplomatische Dokumente der Schweiz, Dodis