Eidgenössisches Departement für
auswärtige Angelegenheiten EDA

IZA: Das EDA federt weltweit die Folgen von COVID-19 ab

In Entwicklungsländern sind die Folgen der Coronavirus-Pandemie besonders schwerwiegend. Um dort die wirtschaftlichen und gesundheitlichen Auswirkungen der Krise abzufedern, hat das EDA rasch Massnahmen ergriffen. Es leistet humanitäre Soforthilfe, unterstützt internationale Aktionen und richtet laufende bilaterale und globale Entwicklungsprogramme gezielt auf die Bewältigung von COVID-19 aus. Auch im Bereich der Friedenspolitik leistet die Schweiz Hilfe.

Projekte der DEZA und AMS in einzelnen Ländern: Die DEZA und die AMS haben sowohl laufende bilaterale Projekte und Programme angepasst wie auch neue Anstrengungen unternommen, um weltweit auf COVID-19 zu reagieren (Karte, Zoom mit Doppelklick). Ausserdem engagiert sich das EDA auch in international aktiven Organisationen und auf regionaler Ebene. © EDA

Die Coronavirus-Pandemie ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Sie ist auch eine Wirtschaftskrise und wird sich zu einer finanziellen und zu einer sozialen Krise ausweiten. Besonders schwerwiegend sind die Folgen für Entwicklungsländer. Viele Menschen haben dort ihre Arbeit bereits verloren. Ohne Jobs, soziale Netze und Ersparnisse sind ihre Lebensgrundlagen schnell existentiell gefährdet, und es muss damit gerechnet werden, dass Armut, Instabilität und Migration zunehmen.

Die Reaktion des EDA ist darauf ausgerichtet, mit wirksamen Massnahmen den gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Pandemie in den Entwicklungsländern entgegenzuwirken. Dies entspricht auch der Stossrichtung der Strategie der internationalen Zusammenarbeit 2021-2024, die flexibel ausgelegt ist und es ermöglicht, gezielt auf Bedürfnisse einzugehen.

Das EDA hat im Rahmen der bestehenden Budgets laufende Projekte und Programme angepasst und unterstützt Organisationen und Institutionen im Kampf gegen die Pandemie. Übertragbare Krankheiten und deren Folgen machen nicht vor Grenzen Halt und es ist somit für die Sicherheit der Schweiz wichtig, globalen Gesundheitsrisiken auch grenzüberschreitend zu begegnen und die Gesundheits- und Wirtschaftssysteme in Entwicklungsländern zu stärken. Mit ihrer offenen und globalisierten Wirtschaft ist die Schweiz auf eine stabile internationale Ordnung angewiesen. Die folgenden Beispiele und Tabellen geben einen Überblick über die Massnahmen des EDA.

Afrika

COVID-19 stellt viele afrikanische Länder vor grosse Probleme. Die Pandemie ist nicht nur eine zusätzliche Herausforderung in gesundheitlicher Hinsicht, sondern auch in Bezug auf Wirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Sicherheit. In vielen Ländern haben die Behörden deshalb restriktive Massnahmen ergriffen, die von Reiseverboten bis hin zu Schulschliessungen reichen. Die afrikanischen Gesundheitssysteme sind aber anfällig und die wirtschaftlichen Folgen eines «Lockdowns» für die Bevölkerung schwerwiegend. Denn häufig ist die Arbeit staatlich nicht registriert.

Um die Kollateralschäden der Pandemie in Afrika zu verringern und zu verhindern, dass Millionen von Menschen wieder in extreme Armut zurückfallen, setzt das EDA verschiedene mittel- und langfristige Massnahmen um. Wenn dadurch die Perspektiven vor Ort verbessert werden, senkt dies auch den Migrationsdruck.

Unterstützung für Afrika

Land

Beitrag der Schweiz

Massnahmen in Bezug auf:

EDA-Bereich

 

Algerien

CHF 100’000 (DEZA)

- Krisenprävention

Entwicklungszusammenarbeit

 

Ägypten

CHF 878’688 (DEZA)

- Gesundheit
- Migration

Entwicklungszusammenarbeit
Humanitäre Hilfe

 

Äthiopien

CHF 260’000 (DEZA)

- Gesundheit

 

 

Burundi

CHF 1’700’000 (DEZA)

- Gesundheit

Entwicklungszusammenarbeit

 

Benin

CHF 194’123 (DEZA)

- Gouvernanz
- Bildung

Entwicklungszusammenarbeit

 

Burkina Faso

CHF 1’419’907 (DEZA)

- Gouvernanz
- Gesundheit
- Bildung
- Ernährungssicherheit
- Schutz

Entwicklungszusammenarbeit

 

Demokratische Republik Kongo

CHF 4’822’000 (DEZA)

- Gesundheit
- Wasserversorgung

Entwicklungszusammenarbeit

 

Elfenbeinküste

CHF 45’000 (AMS)

- Menschliche Sicherheit

Abteilung Menschliche Sicherheit

 

Libyen

CHF 500’000
CHF 71’848 (AMS)

- Schutz
- Friedenspolitik
- Migrationsaussenpolitik

Humanitäre Hilfe
Abteilung Menschliche Sicherheit

 

Marokko

CHF 300’000 (DEZA)

- Gesundheit
- Notunterkünfte

Humanitäre Hilfe

 

Madagaskar

CHF 330’711 (DEZA)
CHF 15'800 (AMS)

- Medien & Informationsfreiheit
- Menschenrechtspolitik
- Korruption

Zusammenarbeit mit NGO
Abteilung Menschliche Sicherheit

 

Mali

CHF 1’140’000 (DEZA)

- Ernährungssicherheit
- Gouvernanz
- Bildung
- Schutz

Entwicklungszusammenarbeit

 

Mozambique

CHF 445’000 (DEZA)

- Gesundheit
- Wasserversorgung

Entwicklungszusammenarbeit

 

Niger

CHF 4’020’000 (DEZA)

- Bildung
- Gouvernanz
- Ernährungssicherheit
- Bildung

Entwicklungszusammenarbeit

 

Nigeria

CHF 83’500 (AMS)

- Menschenrechtspolitik
- Prävention sozialer Spannungen

Abteilung Menschliche Sicherheit

 

Ruanda

CHF 1’500’000 (DEZA)

- Gesundheit

Entwicklungszusammenarbeit

 

Somalia

CHF 1’190’000 (DEZA)

- Gesundheit

Entwicklungszusammenarbeit

 

Süd-Sudan

CHF 4’105’407 (DEZA)
CHF 49’689 (AMS)

- Ernährungssicherheit
- Gesundheit
- Sexuelle & Geschlechtsspezifische Gewalt
- Disaster Risk Reduction
- Medien & Informationsfreiheit
- Migration
- Zivilgesellschaft

Humanitäre Hilfe
Zusammenarbeit mit NGO
Abteilung Menschliche Sicherheit

 

Südafrika

CHF 6’000’000 (DEZA)

- Ernährungssicherheit

Entwicklungszusammenarbeit

 

Tansania

CHF 4’125’000 (DEZA)

- Gesundheit
- Sexuelle & Geschlechtsspezifische Gewalt
- Schutz

Entwicklungszusammenarbeit

 

Tschad

CHF 1’087’000 (DEZA)

- Gesundheit
- Gouvernanz

Entwicklungszusammenarbeit

 

Tunesien

CHF 1’681’000 (DEZA)
EUR 7’046 (AMS)

- Gesundheit
- Bildung
- Menschenrechtspolitik

Entwicklungszusammenarbeit
Abteilung Menschliche Sicherheit

 

Zimbabwe

CHF 2’274’520 (DEZA)
USD 50’000 (AMS)

- Gesundheit
- Schutz
- Menschenrechtspolitik

Globale
Abteilung Menschliche Sicherheit

 

 

 

 

 

 

Asien

Neben der Bevölkerung sind von den Grenzschliessungen und den «Lockdowns» in Süd- und Südostasien insbesondere auch Arbeitsmigrantinnen und –migranten stark betroffen.

Tausende von ihnen haben ihre Arbeit verloren und sind vielfach in Transit- und Destinationsländern gestrandet. Das EDA hat sein Engagement im Migrationsbereich entsprechend angepasst und Nothilfemassnahmen umgesetzt. So werden Migrantinnen und Migranten von verschiedenen Partnern der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA mit Nahrungsmitteln, Wasser, Hygieneartikel und Schutzmaterial versorgt, erhalten medizinische und psychosoziale Hilfe und werden dabei unterstützt, dass sie den Kontakt mit ihren Familien aufrecht erhalten können.

Überlegungen zu mittelfristigen Massnamen, wie sie wieder in die Wirtschaft re-integriert werden können, sind ebenfalls im Gange. Denn nicht nur riskieren Arbeitsmigrantinnen und –migranten, ohne soziales Versicherungsnetz in die extreme Armut abzurutschen. Sondern ihre Rücküberweisungen (Remittances) an ihre Familien bringen, wenn sie ausbleiben, ihre Heimatländer weiter unter Druck, denn in einigen Ländern machen die Rücküberweisungen bis zu ein Drittel des Bruttoinlandprodukts aus. 

Ohne diese finanziellen Rückflüsse wird die Bekämpfung von COVID-19 im asiatischen Raum noch schwieriger. Dort steigt nicht nur die Arbeitslosigkeit und drückt Millionen von Menschen zurück in Armut. Viele Menschen haben auch keinen Zugang zu den Grundbedürfnissen, etwa zu Lebensmitteln. Oft fehlt es auch an medizinischer Infrastruktur, und in vielen dicht besiedelten Gebieten ist «Social Distancing» nicht möglich.

Unterstützung für Asien

Land

Beitrag der Schweiz

Massnahmen in Bezug auf:

EDA-Bereich

Afghanistan

CHF 3’200’000 (DEZA)

- Ernährungssicherheit
- Bildung

Entwicklungszusammenarbeit

Armenien

CHF 484’557 (DEZA)

- Gesundheit
- Kultur
- Ernährungssicherheit
- Dezentralisierung

Entwicklungszusammenarbeit

Bangladesch

CHF 5’203’039 (DEZA)

- Gouvernanz
- Disaster Risk Reduction
- Ernährungssicherheit
- Bildung
- Gesundheit

Entwicklungszusammenarbeit

China

CHF 800’000 (DEZA) 

- Gesundheit
- Materielle Nothilfe

Humanitäre Hilfe

Indien

CHF 128’405 (DEZA)

- Schutz

Zusammenarbeit mit NGO

Laos

CHF 310’000 (DEZA)

- Gesundheit

Entwicklungszusammenarbeit

Myanmar

CHF 13’491’179 (DEZA)

- Beschäftigung
- Zwangsvertreibung
- Schutz
- Gesundheit
- Ernährungssicherheit
- Medien & Informationsfreiheit

Entwicklungszusammenarbeit

Nepal

CHF 5’940’000 (DEZA)

- Gesundheit
- Business support
- Schutz

Entwicklungszusammenarbeit

Kambodscha

CHF 100’000

- Gesundheit

Entwicklungszusammenarbeit

Korea (DPRK)

CHF 120’000 (DEZA)

- Materielle Nothilfe

Humanitäre Hilfe

Pakistan

CHF 200’000 (DEZA)

- Öffentlichkeitspolitik

Entwicklungszusammenarbeit

Sri Lanka

CHF 100’000 (DEZA)

- Migration

Globale Zusammenarbeit

Thailand

CHF 16’700 (AMS)

- Menschenrechtspolitik

Abteilung Menschliche Sicherheit

       

Europa, Südkaukasus und Zentralasien

In allen Ländern Osteuropas hat COVID-19 tiefgreifende Auswirkungen. Die Wirtschaft ist stark betroffen und die Armut steigt an. Im Balkan ist damit zu rechnen, dass die hohe Arbeitslosigkeit, gerade unter Jugendlichen, zunehmen wird. Von den Auswirkungen der Pandemie sind Minderheiten wie z.B. Roma besonders betroffen. In der Ukraine, in Moldova, im Südkaukasus und in Zentralasien sind viele Bevölkerungsgruppen auf direkte Hilfe angewiesen. Wegen der Krise in Europa und Russland sind rund eine Million Arbeitsmigranten in ihre Herkunftsländer zurückgekehrt oder haben dort keine Arbeit. Ihre Rücküberweisungen («Remittances»), die in einigen Ländern bis zu 40% des Bruttoinlandproduktes ausmachen, gehen sehr stark zurück. Es kann wegen der Krise zu sozialen Spannungen kommen.

Die Schweiz engagiert sich in den Schwerpunktländern bei der Stärkung von Gemeindestrukturen, wirtschaftlicher Entwicklung, Gesundheit oder Wasser. Dieses Engagement wird noch an Bedeutung zunehmen, um die Widerstandskraft der Bevölkerung zu stärken. Das Thema Digitalisierung ist eine Chance, um Lösungen für öffentliche Dienstleistungen, im Gesundheitswesen oder in der Bildung zu fördern.

Unterstützung für Europa, den Südkaukasus und Zentralasien

Land

Beitrag der Schweiz

Massnahmen in Bezug auf:

EDA-Bereich

Albanien

CHF 368’729 (DEZA)

- Gesundheit

Entwicklungszusammenarbeit

Armenien

CHF 484’557 (DEZA)

- Gesundheit
- Kultur
- Ernährungssicherheit
- Dezentralisierung

Entwicklungszusammenarbeit

Bosnien und Herzegowina

CHF 617’506 (DEZA)

- Materielle Nothilfe
- Gesundheit
- Gouvernanz

Entwicklungszusammenarbeit

Georgien

CHF 1’270’000 (DEZA)
USD 51’640 (AMS)

- Gesundheit
- Bildung
- Ländliche Entwicklung
- Zivilgesellschaft

- Entwicklungszusammenarbeit
- Abteilung Menschliche Sicherheit

Griechenland

CHF 550’400 (DEZA)

- Migration
- Schutz

Humanitäre Hilfe

Italien

CHF 500’000 (DEZA)

- Gesundheit

Humanitäre Hilfe

Kirgistan

CHF 876’503 (DEZA)

- Gesundheit
- Gouvernanz

Entwicklungszusammenarbeit

Moldova

CHF 577’170 (DEZA)

- Gesundheit
- Gouvernanz

Entwicklungszusammenarbeit

Nord Mazedonien

CHF 281’200 (DEZA)

- Bildung
- Gouvernanz

Entwicklungszusammenarbeit

Kosovo

CHF 675’000 (DEZA)

- Gesundheit
- Gouvernanz

Entwicklungszusammenarbeit

San Marino

 CHF 40’000 (DEZA)

- Gesundheit

Humanitäre Hilfe

Serbien

CHF 695’000 (DEZA)

- Migration
- Gesundheit

- Entwicklungszusammenarbeit
- Humanitäre Hilfe

Tadschikistan

CHF 2’185’000 (DEZA)

- Gesundheit
- Materielle Nothilfe
- Wasserversorgung

Entwicklungszusammenarbeit

Ukraine

CHF 4’927’000 (DEZA)

- Wasserversorgung
- Gesundheit
- Gouvernanz
- Konfliktprävention

- Entwicklungszusammenarbeit
- Humanitäre Hilfe

 

 

 

 

Naher und mittlerer Osten

In Ländern, die von jahrelangen Konflikten gezeichnet sind, sind bereits unter «normalen» Umständen der Schutz der, Menschrechte und der Einsatz für Frieden und Sicherheit eine schwierige Aufgabe. So auch in Syrien. Gemäss dem UNO-Sondergesandten Geir Pedersen ist das Land stark gefährdet. Innerhalb der letzten 10 Jahre wurde knapp die Hälfte der Bevölkerung vertrieben, rund 11 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen und das Gesundheitssystem liegt nach 10 Jahren Krieg am Boden. Das EDA setzt sich in einem Projekt dafür ein, dass die syrische Bevölkerung für die Auswirkungen von COVID-19 sensibilisiert wird. Obwohl das Land aufgrund des Konflikts tief gespalten ist, engagiert sich das EDA für Solidarität zwischen den verschiedenen Gruppierungen für die Bewältigung der Pandemie.

Unterstützung für den Nahen und Mittleren Osten

Land

Beitrag der Schweiz

Massnahmen in Bezug auf:

EDA-Bereich

Irak

CHF 400’000 (DEZA)

- Wasserversorgung

Humanitäre Hilfe

Israel

CHF 400’000 (DEZA)
USD 50’000 (AMS)

- Schutz
- Migrationsaussenpolitik

Humanitäre Hilfe
Abteilung Menschliche Sicherheit

Jemen

CHF 148’474 (DEZA)

- Wasserversorgung

Humanitäre Hilfe

Jordanien

CHF 4’092’870 (DEZA)

- Sexuelle & Geschlechtsspezifische Gewalt
- Bildung
- Migration
- Gesundheit
- Geschlechtergleichstellung

Entwicklungszusammenarbeit
Humanitäre Hilfe

Libanon

CHF 290’000 (DEZA)
CHF 50’000 (AMS)

- Bildung
- Migration
- Reaktion auf Spannungen durch COVID-19

Entwicklungszusammenarbeit
Globale Zusammenarbeit
Abteilung Menschliche Sicherheit

Besetztes Palästinensisches Gebiet

CHF 3’366’152 (DEZA)

- Bildung
- Ernährungssicherheit
- Materielle Nothilfe
- Beschäftigung
- Gesundheit

Entwicklungszusammenarbeit

Syrien

CHF 4’385’000 (DEZA)
CHF 100’000 (AMS)

- Schutz
- Bildung
- Sexuelle & Geschlechtsspezifische Gewalt
- Konfliktprävention
- Gesundheit
- Friedenspolitik

Entwicklungszusammenarbeit
Humanitäre Hilfe
Abteilung Menschliche Sicherheit

 

 

 

 

Lateinamerika und Karibik

In Lateinamerika und der Karibik hat COVID-19 gemäss offiziellen Statistiken bereits über 20’000 Menschen das Leben gekostet (Stand 11. Mai). Zum Schutz der öffentlichen Gesundheit haben die meisten Länder Grenzschliessungen und Quarantänemassnahmen umgesetzt, welche bis heute in Kraft sind. Die Folgen der Krise für Wirtschaft und Gesellschaft sind schwerwiegend. Gemäss Schätzungen internationaler Organisationen dürfte die Wirtschaft der Region dieses Jahr um rund 5% einbrechen. Millionen von Menschen könnten aus dem Mittelstand zurück in die Armut fallen.

Unterstützung für Lateinamerika

Land

Beitrag der Schweiz

Massnahmen in Bezug auf:

EDA-Bereich

Bolivien

CHF 816’000 (DEZA)

- Umwelt
- Ernährungssicherheit
- Sexuelle & Geschlechtsspezifische Gewalt
- Bildung
- Gouvernanz

Entwicklungszusammenarbeit

Guatemala

CHF 47’500 (DEZA)

- Ernährungssicherheit

Entwicklungszusammenarbeit

Honduras

CHF 2’215’815 (DEZA)

- Ernährungssicherheit
- Beschäftigung
- Disaster Risk Reduction
- Umwelt
- Menschenrechtspolitik
- Gouvernanz

Entwicklungszusammenarbeit

Haiti

CHF 749’565 (DEZA)

- Disaster Risk Reduction
- Schutz
- Wasserversorgung
- Gouvernanz
- Bildung

Entwicklungszusammenarbeit

Kolumbien

CHF 473’500 (DEZA)

- Materielle Nothilfe
- Wasserversorgung
- Ernährungssicherheit
- Räumung von Landminen
- Zwangsvertreibung

Humanitäre Hilfe

Kuba

CHF 2’270’000 (DEZA)

- Gesundheit
- Gouvernanz
- Geschlechtergleichstellung
- Ernährungssicherheit

Entwicklungszusammenarbeit

Nicaragua

CHF 5’008’900 (DEZA)

- Ernährungssicherheit
- Wasserversorgung

Entwicklungszusammenarbeit

Venezuela

CHF 1’250’000 (DEZA)

- Ernährungssicherheit
- Gesundheit

Humanitäre Hilfe

 

 

 

 

COVID-19 verlangt globale und regionale Antworten

Angesichts der globalen Herausforderungen, die durch die Pandemie ausgelöst werden, sind globale Antworten gefragt. Die DEZA arbeitet dazu mit multilateralen Partnerorganisationen wie der UNO oder mit Finanzinstitutionen wie der Weltbank zusammen. Sie bringt Schweizer Expertise unter anderem zu öffentlicher Gesundheit in deren Projekte ein. Ausserdem pocht sie bei der Planung der Projekte auf eine enge Abstimmung zwischen den internationalen Organisationen, damit Doppelspurigkeiten vermieden und die internationale Unterstützung ihre bestmögliche Wirkung entfalten kann.

Im Rahmen der globalen Zusammenarbeit unterstützt die DEZA zum Beispiel die Stiftung «Foundation for Innovative New Diagnostics (FIND)» mit Sitz in Genf. FIND arbeitet eng mit der Weltgesundheitsorganisation WHO zusammen, um durch Ausbildung und mit technischer Hilfe Menschen in Entwicklungsländern den Zugang zu genauen und qualitativ hochwertigen Tests für den Erreger von COVID-19 zu gewährleisten. Dadurch kann die Schweiz indirekt Länder mit niedrigen und mittleren Einkommens gegen die Verbreitung von übertragbaren Krankheiten wie COVID-19 unterstützen.

Auch mit ihren Regionalprogrammen nimmt die DEZA Einfluss auf die Prävention und die Eindämmung der Pandemie. Denn die Arbeit über Landesgrenzen hinweg ist mit Blick auf die Ausbreitung des neuen Coronavirus ein wichtiger Faktor.

Unterstützung der DEZA für international aktive Organisationen

Organisation

Beitrag der Schweiz

Massnahmen in Bezug auf:

EDA-Bereich

UNDP Crisis prevention

CHF 1’000’000 (DEZA)

Öffentlichkeitspolitik

Globale Zusammenarbeit

UN World Bank Initiative

CHF  1’000’000 (DEZA)

Öffentlichkeitspolitik

Globale Zusammenarbeit

Terre des Hommes

CHF 648’405 (DEZA)

Institutionelle Partnerschaften

Zusammenarbeit mit NGO

EDM

CHF 593’660 (DEZA)

Bildung

Zusammenarbeit mit NGO

ICRC – Program contributions

CHF 1’000’000 (DEZA)

Gesundheit

Humanitäre Hilfe

Global Water Security & Sanitation Partnership

CHF  10’000’000 (DEZA)

Wasserversorgung

Globale Zusammenarbeit

Belt & Road for Global Health

CHF 551’980 (DEZA)

Gesundheit

Globale Zusammenarbeit

IFRC Emergency Appeal Coronavirus

CHF 2’000’000 (DEZA)

Gesundheit

Humanitäre Hilfe

UN: COVID-19 Global Humanitarian Response Plan

CHF  8’000’000 (DEZA)

Gesundheit

Entwicklungszusammenarbeit
Humanitäre Hilfe

Accelerate registration of medical products

CHF 118’085 (DEZA)

Gesundheit

Globale Zusammenarbeit

Medicines Patent Pool: Access to patented medicines

CHF 80’000 (DEZA)

Gesundheit

Globale Zusammenarbeit

Providing for Health

CHF 79’000 (DEZA)

Gesundheit

Globale Zusammenarbeit

Int. Planned Parenthood Federation

CHF 720’000 (DEZA)

Gesundheit

Globale Zusammenarbeit

Mental Health for UHC

CHF 580’000 (DEZA)

Gesundheit

Globale Zusammenarbeit

R&D (diagnostics, vaccines and therapeutics)

CHF 8’000’000 (DEZA)

Gesundheit

Globale Zusammenarbeit

Global Fund to Fight AIDS, Tuberculosis and Malaria

CHF 925’000 (DEZA)

Gesundheit

Globale Zusammenarbeit

WHO

CHF 2’700’000 (DEZA)

Gesundheit

Globale Zusammenarbeit

UNAIDS Core Contribution

CHF 100’000 (DEZA)

Gesundheit

Globale Zusammenarbeit

Gender Mainstreaming DEZA

CHF 10’920 (DEZA)

Geschlechtergleichstellung

Globale Zusammenarbeit

UN: COVID-19 Response and Recovery Multi-Partner Trust Fund

CHF 8’000’000 (DEZA)

Öffentlichkeitspolitik

Globale Zusammenarbeit

UNCDF

CHF 760’000 (DEZA)

Migration

Globale Zusammenarbeit

FAIRWAY

CHF  200’000 (DEZA)

Migration

Globale Zusammenarbeit

Making Migration Work for Sustainable Development

CHF 200’000 (DEZA)

Migration

Globale Zusammenarbeit

Strengthening cities for migration and development

CHF 200’000 (DEZA)

Migration

Globale Zusammenarbeit

WSSCC (Water supply and santation collaborative Councel)

CHF 4’000’000 (DEZA)

Wasserversorgung

Globale Zusammenarbeit

 

 

 

 

COVID-19 Bewältigung im Rahmen von DEZA-Regionalprogrammen

Geografischer Fokus

Beitrag der Schweiz

Massnahmen in Bezug auf:

EDA-Bereich

Afrika

CHF 164'000 (DEZA)

Zwangsvertreibung

Entwicklungszusammenarbeit

Grosse Seen

CHF 1’500'000 (DEZA)

Gesundheit

Entwicklungszusammenarbeit

Golf Staaten

CHF 50'000 (DEZA)

Migration

Globale Zusammenarbeit

Latein Amerika

CHF  2’400'000 (DEZA)

Business support
Sexuelle & Geschlechtsspezifische Gewalt

Entwicklungszusammenarbeit

Myanmar’ Süd-Sudan’ Madagascar

CHF 750'000 (DEZA)

Medien & Informationsfreiheit

Zusammenarbeit mit NGO

Süd- und Südostasien

CHF  370'000 (DEZA)

Migration

Globale Zusammenarbeit

Südasien

CHF 5’000 (DEZA)

Migration

Globale Zusammenarbeit

Südkaukasus

CHF  58’873 (DEZA)

Geschlechtergleichstellung
Ernährungssicherheit

Globale Zusammenarbeit

Süd- und Ostafrika

CHF   2’275’000 (DEZA)

Gesundheit
Schutz

Globale Zusammenarbeit

Westafrika

CHF 11’000’000 (DEZA)

Ernährungssicherheit

Globale Zusammenarbeit

 

 

 

 

Frieden, Sicherheit und Menschenrechte digital und auf regionaler Ebene

Neben ihrer Aktion vor Ort unterstützt das EDA über die Abteilung menschliche Sicherheit (AMS) zur Förderung von Frieden und Sicherheit auch regionale und digitale Projekte. Ein Beispiel dafür ist die Zusammenarbeit mit dem Arabischen Institut für Menschenrechte, das seine Fachkenntnisse im Bereich Anwaltschaft dazu nutzt, um eine Informationskampagne über soziale Netzwerke durchzuführen. Ziel ist es, eine bessere Integration von Migranten und Flüchtlingen in die nationalen Strategien zur Bekämpfung des Coronavirus zu gewährleisten. Die Massnahmen zielen darauf ab, ihnen den Zugang zu klaren und zuverlässigen Informationen zu erleichtern und Solidarität, Einbezug und Nichtdiskriminierung fördern.

Digitale und regionale Projekte im Bereich Frieden, Sicherheit und Menschenrechte

Projekt

Beitrag der AMS

Mobilnetzbetreiber befähigen, Mobilitätsindikatoren zur Unterstützung der COVID-19-Reaktion zu erstellen.

CHF 48’605

Neugestaltung eines offenen Online-Kurses: Reaktion auf den Unterstützungsbedarf an vorderster Front und Bewältigung von Herausforderungen im Bereich Kinderschutz und Case-Management.

CHF 49’036

Auswirkungen von COVID-19 auf schwer erreichbare Flüchtlinge und Migranten, die unterwegs sind.

CHF 49’434

Solidaritätskampagne mit Migranten und Flüchtlingen gegen COVID-19.

EUR 33’925

COVID-19-Gerüchteverfolgungs- und Verwaltungssystem für Afrika.

CHF 50’000

Der Schutz demokratischer Normen in der Zeit von COVID-19

CHF 21’100

 

 

Die in diesem Artikel angegebenen Zahlen ergeben sich aus allen IZA-Projekten des EDA, welche bei der Bewältigung der COVID-19-Krise in den Schwerpunkt- und Einsatzländern der Schweizer IZA wirksam sein können. Es handelt sich hierbei um Mittel aus bestehenden Budgets. Miteinberechnet sind Budgets von Projekten, welche bereits existieren, jedoch aufgrund der neuen Bedürfnisse angepasst wurden. Daher ist die Gesamtsumme der Mittel grösser als die bisher kommunizierte Summe für spezifische Aktivitäten der Schweizer IZA als Antwort auf die COVID-19-Krise.

Das neuartige Coronavirus illustriert mit Icons zu Menschenrechtspolitik, Friedenspolitik, Humanitäre Politik und Migrationsaussenpolitik
Wenn wir an die neuartige Lungenkrankheit COVID-19 denken, haben wir sofort das Bild von überfüllten Intensivstationen mit surrenden Beatmungsgeräten vor Augen. Sie fragen sich nun, was Frieden und Menschenrechte mit dem Coronavirus zu tun haben? Viel, wenn man hinter die Kulissen der Abteilung Menschliche Sicherheit (AMS) des EDA blickt. Im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit der Schweiz hat die AMS unter anderem mit dem Bereitstellen eines so genannten Rapid-Response-Instruments von einer Million CHF rasch und effektiv auf die Corona-Pandemie reagiert.
Am 31. März 2020 schickte die Schweiz Atemschutzmasken, Brillen und Schutzanzüge nach Moldova, um das Gesundheitspersonal an vorderster Front bei der Bekämpfung von Covid-19 zu schützen.
Das Coronavirus breitet sich auch in Entwicklungsländern aus. Die Auswirkungen sind für die betroffenen Staaten besonders schwerwiegend. Die Schweiz zeigt sich solidarisch und reagiert rasch und effektiv im Rahmen ihrer internationalen Zusammenarbeit (IZA) auf die aktuellen Herausforderungen. In zahlreichen Ländern konnte sie bereits Massnahmen umsetzen, um die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Pandemie abzufedern. Bis anhin stellte sie bereits 101.42 Millionen CHF für eine globale Antwort auf die Covid-19 Pandemie bereit. Am 29. April 2020 hat der Bundesrat hat entschieden, dass sich die Schweiz mit 400 Millionen CHF an internationalen Aktionen zur Linderung der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie, insbesondere in den Entwicklungsländern, beteiligen wird.
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