Gesundheit

Die Weltgesundheitsorganisation Versammlung in Genf
Die Schweiz ist Sitzstaat verschiedener internationaler Organisationen im Gesundheitsbereich, wie etwa der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf. © UN Photo/Eskinder Debebe

Das EDA leistet einen Beitrag an die Schweizer Gesundheitsaussenpolitik und arbeitet mit verschiedenen nationalen und internationalen Akteuren zusammen. Damit die Schweiz gegenüber ihren Gesprächspartnern eine kohärente Haltung einnehmen kann, müssen die Interessen und Perspektiven der verschiedenen Partner aufeinander abgestimmt werden.

Die Gesundheit ist aufgrund der Globalisierung zu einem wichtigen aussenpolitischen Anliegen geworden. Es bedarf in diesem Bereich einer international koordinierten Strategie, um die aktuellen Herausforderungen anzugehen, namentlich die Bekämpfung von Pandemien, die Drogenproblematik, Zusammenhänge zwischen Gesundheit und Umwelt, die Verbesserung des Zugangs zu Medikamenten oder die Prävention und Behandlung nicht übertragbarer Krankheiten wie Krebs, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder chronische Atemwegserkrankungen.

Die Schweiz koordiniert gesundheitsrelevante Themen im Rahmen ihrer Innen-, Aussen- und Entwicklungspolitik, um in internationalen Institutionen und Organisationen überzeugend aufzutreten und ihre eigenen Interessen zu vertreten. Zu diesem Zweck hat sie ein Instrument zur Förderung der Zusammenarbeit innerhalb der Bundesverwaltung ausgearbeitet: die vom Bundesrat 2012 verabschiedete Gesundheitsaussenpolitik (GAP).

Mit dieser Politik nimmt die Schweiz auf internationaler Ebene eine Vorreiterrolle ein.

Internationale Organisationen

In der Schweiz sind mehrere internationale Organisationen ansässig, die im Gesundheitsbereich tätig sind, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO), das Gemeinsame Programm der Vereinten Nationen für HIV/Aids (UNAIDS) und der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria (GFATM).

Andere internationale Organisationen wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die Welthandelsorganisation (WTO) oder die Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) befassen sich ebenfalls mit bestimmten gesundheitsspezifischen Fragen. Die Schweiz achtet in diesen Gremien auf eine kohärente Position.

Bilateraler Austausch

Die Schweiz legt auch Wert auf den bilateralen Austausch mit anderen Staaten. Das Schweizer Gesundheitssystem gilt als eines der besten der Welt und stösst im Ausland auf wachsendes Interesse. Die pharmazeutischen Produkte stellen rund 39% der Warenexporte dar (2016), und der Gesundheitssektor hat einen Anteil von 12% am Schweizer Bruttoinlandprodukt (2016). Deshalb ist es für die Schweiz wichtig, Kontakte zu pflegen und mit anderen Ländern Erfahrungen auszutauschen.