Von Reisen in den Sudan wird abgeraten. Die Sicherheit ist nicht gewährleistet.
Seit April 2023 kommt es landesweit zu schweren Kampfhandlungen zwischen den sudanesischen Streitkräften (Sudanese Armed Forces SAF) und einer paramilitärischen Gruppe (Rapid Support Forces RSF). Zahlreiche weitere bewaffnete Gruppierungen sind involviert und unterstützen jeweils eine der Konfliktparteien. Die Gefechte dauern landesweit an und betreffen besonders die südliche Landeshälfte. Es kommt zunehmend zu Drohnenangriffen, die zahlreiche Opfer fordern und die Sicherheitslage weiter verschärfen. Der Einsatz von Minen, gezielte Angriffe auf Zivilpersonen und weit verbreitete Gewalt fordern Todesopfer und Verletzte und haben Millionen Menschen zur Flucht gezwungen.
Es kommt verbreitet zu Plünderungen, Vergewaltigungen und Hausbesetzungen. Die Situation ist volatil und die Entwicklung ungewiss.
Die Grundversorgung (Nahrungsmittel, Wasser, Strom, Medikamente) ist nicht gewährleistet. Die Telefon- und Internetverbindungen sind häufig unterbrochen.
Die Schweizerische Botschaft in Khartum ist bis auf Weiteres geschlossen. Schweizer Staatsangehörige, die sich im Sudan aufhalten, werden durch die Schweizerische Botschaft in Nairobi betreut. Bei Schwierigkeiten kontaktieren Sie die Schweizerische Botschaft in Nairobi oder die Helpline EDA.
Schweizerische Botschaft in Kenia: Tel. +254 730 694 000
Helpline EDA: Tel. +41 800 24 7 365
Schweizer Staatsangehörige, die sich entgegen den Empfehlungen des EDA im Sudan aufhalten, müssen sich bewusst sein, dass die Schweiz unter Umständen nur sehr begrenzte oder gar keine Möglichkeiten zur Hilfe in Notfällen hat.
Passage durch das Rote Meer
In der Region rund um das Rote Meer sind erhöhte Vorsichtsmassnahmen geboten; siehe Informationen unter Maritime Risiken und Piraterie.