In Guinea bestehen soziale und politische Spannungen, die sich auch zu Sicherheitsrisiken aufbauen können.
Nach den Präsidentschaftswahlen vom 28. Dezember 2025 hat sich die Lage vordergründig beruhigt, bleibt aber angespannt. In den vergangenen Jahren kam es wiederholt zu Putschen, Putschversuchen und bewaffneten Auseinandersetzungen. Es ist mit Einschränkungen der Meinungs- und Versammlungsfreiheit zu rechnen. Vor allem in der Hauptstadt Conakry kann es zu Demonstrationen, Streiks und gewalttätigen Ausschreitungen kommen. Wiederholt haben Proteste Todesopfer und zahlreiche Verletzte gefordert. Brandstiftungen und Strassenblockaden sind ebenfalls gemeldet worden.
Eine rasche Verschlechterung der Sicherheitslage ist möglich.
Es gibt Hinweise, dass terroristische Gruppierungen aus der Sahara-Region ihren Aktionsradius nach Guinea ausdehnen. Sie sind gut organisiert, operieren grenzüberschreitend und haben Verbindungen zu lokalen, kriminellen Gruppen. Das Risiko von Anschlägen besteht im ganzen Land. In einzelnen Grenzgebieten besteht zudem das Risiko von Entführungen (siehe Kapitel spezifische regionale Risiken). Berücksichtigen Sie auch die folgenden Informationen:
Entführungsrisiko in der Sahara und Sahelzone
Terrorismus und Entführungen
Die Kriminalitätsrate ist hoch.
Informieren Sie sich vor und während der Reise in den Medien und bei Ihrer lokalen Kontaktperson über die Entwicklung der Lage. Befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden (Ausgangssperren etc.). Lassen Sie Vorsicht walten und meiden Sie Kundgebungen und grosse Menschenansammlungen jeder Art, inklusive Sportveranstaltungen.