Nordafrika (Ägypten, Tunesien, Marokko, Libyen und Algerien)

Die politischen Umwälzungen 2011 haben in Nordafrika einen langwierigen und ungewissen Übergangsprozess in Gang gesetzt. Das Engagement der Schweiz konzentriert sich darauf, die Länder in ihrer politischen, wirtschaftlichen und sozialen Transition zu unterstützen. Die Projekte sind auf Demokratie und Menschenrechte, nachhaltige und inklusive wirtschaftliche Entwicklung und Erwerbstätigkeit sowie Migrations- und Schutzfragen ausgerichtet.

© EDA

Die Region Nordafrika umfasst mehrere Länder mit sehr unterschiedlichem Profil, die wegen ihrer weltpolitischen Bedeutung und wegen ihrer Nähe zu Europa wichtige Partner der Schweiz sind. Alle Länder kämpfen mit denselben Herausforderungen: hohe Arbeitslosigkeit, vor allem bei Jugendlichen und bei Frauen, Korruption, regionale Disparitäten sowie politische, wirtschaftliche und soziale Exklusion. Dazu kommen eine fragile Sicherheitslage, eine stagnierende Wirtschaft und grosse Herausforderungen im Migrationsbereich.

Demokratische Transition und Menschenrechte

Die Schweiz trägt dazu bei, die Rechtsstaatlichkeit, die Menschenrechte, den politischen Dialog und die Zivilgesellschaft zu stärken. In Tunesien unterstützte die Schweiz die Wahlen seit 2011 und stellte Expertinnen und Experten zum Verfassungsrecht zur Verfügung. Die Schweiz hilft auch Tunesien und Ägypten ihre Vergangenheit zu überwinden, und unterstützt öffentliche Stellen bei ihren Bemühungen um mehr Transparenz.

Staats- und Wirtschaftsreformen

Engagement in fragilen Kontexten und Prävention von Gewaltkonflikten

Nachhaltige und inklusive wirtschaftliche Entwicklung und Erwerbstätigkeit

Die Schweiz leistet mit innovativen und pragmatischen Projekten einen Beitrag zur Verbesserung der wirtschaftlichen Perspektiven. Ziele sind eine verstärkte internationale Wettbewerbsfähigkeit und bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Die Schweiz teilt ihre Erfahrung in der Berufsbildung und unterstützt Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer und schafft Arbeitsplätze. Ein weiterer Schwerpunkt ist der nachhaltige Umgang mit natürlichen Ressourcen.

Grund- und Berufsbildung

Privatsektorentwicklung und Finanzdienstleistungen

Migration und Schutz

Nordafrika ist traditionellerweise geprägt von zahlreichen Migrationsbewegungen: innerhalb der Länder, der Region und als Ausgangspunkt nach Europa für Menschen, die aus ökonomischen- und Konfliktgründen ihre Heimatländer verlassen. Viele werden dabei Opfer von Gewalt, Rassismus und Ausbeutung, besonders Frauen und Kinder sind stark gefährdet. Die Schweiz arbeitet mit lokalen Behörden, der Diaspora sowie internationalen und bilateralen Organisationen, sie schützt und unterstützt gefährdete Migranten, Flüchtlinge und Opfer von Menschenhandel und setzt sich für deren Rechte ein.

Migration

Geschichte der Zusammenarbeit

Seit 2011 wird das Schweizer Engagement in Nordafrika departementsübergreifend von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), der politischen Direktion des EDA, der Abteilung für menschliche Sicherheit (AMS), vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) und vom Staatssekretariat für Migration (SEM) umgesetzt. Die Schweiz konzentriert ihr Engagement auf drei thematische Schwerpunkte: demokratische Transition und Menschenrechte, nachhaltige und inklusive wirtschaftliche Entwicklung und Erwerbstätigkeit sowie Migration und Schutz. In Ägypten und in Tunesien ist die Schweiz in allen drei Bereichen tätig. In Marokko ist sie mit einem kleineren Programm präsent und in Libyen und Algerien leistet sie humanitäre Hilfe. Zudem setzt sie sich in Libyen für die Friedensförderung ein.

Links

Dokumente

Projekte Ägypten

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Mittels Musik und Bildung eine gemeinsame «Nil-Kultur» entwickeln

Musikerinnen und Musiker des Nil-Projekts in einem Boot.

01.05.2015 - 30.11.2020

Das Nil-Projekt (Nile Project) wurde ins Leben gerufen, um die Menschen der elf Länder, durch die der Nil fliesst, für das Nilbecken als gemeinsames Gut und Ökosystem zu sensibilisieren. Dieswill das von der DEZA unterstützte innovative Projekt über die Musik und Bildung erreichen. Das Projekt bringt Künstler und Künstlerinnen mit Studierenden und betroffenen Bürgerinnen und Bürgern zusammen. Seit 2013 haben zahlreiche viel beachtete Konzerte stattgefunden und Studierende entwickeln Initiativen zur Förderung einer besseren Nutzung der Wasserressourcen.

Land/Region Thema Periode Budget
Ägypten
Kultur & Bewusstsein für Entwicklungszusammenarbeit
Beschäftigung & Wirtschaftsentwicklung
Bildung
Klimawandel & Umwelt
Gender
Governance
Migration
Andere
Berufsbildung
Menschenrechte
Kultur & Freizeit
KMU Förderung
Bildungspolitik
Reduktion von Katastrophenrisiken DRR
Organisationen für die Gleichstellung der Frau
Demokratische Partizipation und Zivilbevölkerung
Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT)
Migration allgemein (entwicklungspolitische Aspekte und Partnerschaften)
Nicht spezifizierter Sektor
Bewusstsein für Entwicklungszusammenarbeit
Gewerbeunterstützung & Wirtschaftszugang
Umweltpolitik
Politik des öffentlichen Sektors
Berufsbildung
Schutz der Biosphäre
Weiterentwicklung von Recht und Rechtsprechung
Menschenrechte (inkl. Frauenrechte)

01.05.2015 - 30.11.2020


CHF 750'000



Wirtschaftliche Perspektiven für junge Menschen in ländlichen Gebieten

Bauern werden in der vertikalen Pflanzung von Tomaten geschult – eine Technik, welche die Produktion verdoppeln wird. ©DDC

01.01.2013 - 31.05.2019

Das Projekt der DEZA im ländlichen Bezirk von Aswan in Ägypten hat das Ziel, die wirtschaftlichen Perspektiven von jungen Frauen und Männern zu verbessern. Die DEZA fördert Unternehmen in den Bereichen Landwirtschaft, Viehwirtschaft und Fischerei und schafft damit neue Arbeitsstellen. Dadurch erhalten junge Leuten eine Alternative zur Abwanderung in städtische Zentren.

Land/Region Thema Periode Budget
Ägypten
Landwirtschaft und Ernährungssicherheit
Beschäftigung & Wirtschaftsentwicklung
Berufsbildung
Landwirtschaftliche Dienstleistungen & Markt
Schaffung von Arbeitsplätzen
Landwirtschaftliche Entwicklung
Förderung von landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette (bis 2016)
Berufsbildung

01.01.2013 - 31.05.2019


CHF 5'020'000



Geplantes Projekt

Inclusive Green Growth in Egypt

01.01.2024 - 31.08.2028

Egypt is facing economic challenges among which high poverty and high unemployment rates impact the most marginalized to a greater degree. This new program contributes to an innovative and inclusive development approach to promote the green economy[1] through utilizing agricultural waste and other untapped profitable green resources to make use and leverage local resources to strengthen the livelihoods of vulnerable communities in Upper Egypt and create jobs.

 

[1] For more information regarding green economy, please see Annex 2: Green Economy and growth: challenges and opportunities


Geplantes Projekt

Strengthening the capacities of Community Based Organizations (CBOs) serving migrants in Egypt

01.01.2022 - 31.12.2024

In Egypt, Community Based Organizations (CBOs) are the key actors in responding to migrant’s basic needs. The aim of this program is to strengthen the CBOs through organizational capacity development and network building. This will lead to sustainable services for migrants and empower the CBOs to advocate for migrant’s needs in the donor community and with decision makers.


IGGE : Inclusive Green Growth in Egypt

01.09.2019 - 31.12.2023

The main barriers to the competitiveness of the total 2.5 million micro-small-medium enterprises in Egypt are a lack of affordable funding and a mismatch between the needs of the market and the skills available. With its proven expertise in micro-small-medium enterprises Switzerland supports economic growth and more efficient use of resources in Upper Egypt through the model of green economy such as utilizing agricultural waste to create jobs and strengthen livelihoods of communities.


Enhance employability of migrants in Urban Cairo

01.07.2019 - 31.08.2022

Food-processing and the food service sector is ranked as Egypt’s second largest manufacturing industry This project supports the employability of vulnerable Egyptians and migrants, especially women, in the food sector.


Egyptian Red Crescent: Providing primary health care services to migrants and Egyptians in Greater Cairo

01.12.2018 - 30.11.2020

Access to public primary health care for migrants and Egyptians is a serious challenge. By the means of two “Mobile Clinics”, the project will answer to immediate medical needs of migrants and Egyptians in Greater Cairo. Advocacy on protection and health issues among decision makers will contribute to filling the gaps in service delivery. Thanks to its experience and ongoing engagement in health and protection in Egypt, Switzerland is well placed to provide early recovery and self-resilience interventions.


Appui à la résilience de l’élevage pastoral en Afrique de l’Ouest

01.10.2018 - 30.09.2021

L’Afrique de l’Ouest connait une crise alimentaire qui touche environ 10 millions de personnes dont beaucoup d’éleveurs. Les plans de réponse des Etats et des institutions régionales ne mettent pas assez l’accent sur les éleveurs. Ce programme fournira une aide d’urgence à 174’240 éleveurs vulnérables de la région et améliorera les outils de distribution de l’aide dans les mécanismes régionaux et nationaux de gestion de crises alimentaire. Il réduira les conflits, en limitant les transhumances précoces.


Strengthening the capacities of Community-Based Organisations (CBOs) serving migrants in Egypt

15.04.2018 - 30.11.2021

In Egypt, Community Based Organisations (CBOs) are key actors in responding to migrant’s[1] basic needs. These include child and adult education, emergency assistance, medical and legal services. The project strengthens the ability of these organisations to provide these much-needed services. Moreover, CBOs will be empowered to advocate for migrant’s needs in the donor community and with decision makers. Reliable and sustainable services for migrants in Egypt also serve the migration interests of Switzerland.

 

[1]  The term migrant in this proposal includes refugees, asylum seekers, new arrivals in the “pre-refugee status determination phase”, (all nationalities identified by UNHCR) and vulnerable migrants (irregular and regular) residing in Egypt.

 




Potable Water Management Programme (PWMP) in Upper Egypt

01.07.2017 - 31.12.2027

Egypt is a water scarce country and has enormous needs in better managing water resources and reducing water losses as well as water consumption, as a prerequisite for inclusive economic development. This programme contributes to improved potable water management and service provision in the targeted affiliated Water & Wastewater Companies (WWCs) and to providing equal access to a reliable potable water supply system to deprived and informal areas in the economically disadvantaged governorates of Upper Egypt.

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Projekte Libyen

Objekt 1 – 12 von 15

Die Schweiz bringt in Nordafrika ihre international anerkannte Expertise im Bereich Reform des Sicherheitssektors ein

01.11.2011 - 31.12.2016

Die Volksaufstände in Nordafrika anfangs 2011 richteten sich nicht zuletzt auch gegen die Sicherheitskräfte, welche die diktatorischen Regimes in Ägypten, Libyen und Tunesien über Jahrzehnte stützten. Entsprechend ist die Neuorientierung der bewaffneten Staatsgewalten – Armee, Polizei und Sicherheitsdienste – eine vordringliche Aufgabe im Hinblick auf eine erfolgreiche demokratische Transition. Die Schweiz verfügt mit dem Genfer Zentrum für die zivile Kontrolle von Streit- und Sicherheitskräften (DCAF) über international anerkannte Expertise. Seit 2011 werden die Partnerländer auf Anfrage rasch und gezielt im Prozess zur Reform des Sicherheitssektors unterstützt. Dabei präsentieren sich die Herausforderungen in Tunesien, Marokko, Libyen und Ägypten trotz aller Gemeinsamkeiten recht unterschiedlich.

Land/Region Thema Periode Budget
Maghreb
Konflikt & Fragilität
Beschäftigung & Wirtschaftsentwicklung
Governance
Steuerung und Reform der Sicherheitssysteme
Finanzsektorpolitik
Weiterentwicklung von Recht und Rechtsprechung

01.11.2011 - 31.12.2016


CHF 3'307'792



ACTED: Strengthening humanitarian coordination and access to safe and dignified protection in Libya

01.02.2019 - 31.01.2020

Through the current intervention, ACTED will adopt a twofold approach aiming to contribute to strengthen the response to protection cases in Libya through enhanced coordination and provision of cash assistance. On the one hand, ACTED will strengthen response capacities through the distribution of one-off cash grants based on ongoing protection monitoring activities. On the other hand, the project will support the voices of INGOs in the humanitarian coordination structure, by developing the activities of the INGO Forum.


North Africa Cultural Programme (NACP), Phase 1

15.12.2018 - 14.03.2022

By developing a Regional Cultural Programme, Switzerland seeks to facilitate intercultural dialogue and exchange as a foundation for peace and conflict sensitive development in North Africa and to foster artistic expression as a driver of change in support to the challenges of transition. This will promote peaceful coexistence, political stability and social cohesion in North Africa, hence providing a contribution to the prevention of violent extremism and alternatives for the fulfillment of North African youth in their own societies.


North Africa Cultural Programme

01.07.2017 - 30.06.2025

Le programme fournit un cadre pour un appui à la Culture comme vecteur d’échanges et de dialogue entre les personnes et les sociétés civiles en Afrique du Nord. Il contribue aux processus de transition politique, à la création d’opportunités de développement économique et à une vision positive de la migration. Il renforce la capacité des peuples d’Afrique du Nord à mettre en valeur leur patrimoine et aux jeunes de la région à exprimer pacifiquement leurs aspiration et leur inventivité.


Programme Development North Africa

01.07.2015 - 30.06.2020

Originally conceived to support the development of activities under the Swiss North Africa Programme launched from scratch in 2011, the 5th phase with a much reduced budget allows deepening relevant thematic and context knowledge, developing and formulating future strategic priorities and setting-up adapted or new projects for SDC in a fragile and complex environment. For 2015-16 the focus is on preparatory work for the Swiss North Africa programme 2017-20.


First Allocation of SDC Funding to ICRC Operations in 2013 in Tunisia and Yemen

01.01.2013 - 31.12.2013

In line with the Good Humanitarian Donorship (GHD) principles, Switzerland recognizes the necessity of predictable and flexible funding for responding to changing needs in humanitarian crises. SDC funding to ICRC operations allows the International Committee of the Red Cross (ICRC) to respond proactively and to provide immediate protection and assistance for people affected by armed conflict and other situations of violence.



Interregional Arab Labour Migration Program - IRAM

01.12.2012 - 31.05.2017

The project focuses on reforms of labour legislation, on employment constraints and potentials and on migrant workers’ rights and their protection in the Maghreb. It provides technical expertise for the reinforcement of state capacities and the strengthening of labour governance. The national legislation and labour codes will be reformed and adapted to international standards. The organization of migrant workers into trade unions will contribute to reducing their exploitation and strengthening their representation.





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Projekte Marokko

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Ein zertifizierter Rettungsdienst für Marokko

Zwei Rettungshelfer üben mit einem Ortungsgerät im Innern eines zerstörten Hauses.

01.03.2014 - 31.12.2016

Marokko verfügt als erstes afrikanisches Land über einen Such- und Rettungsdienst, der die einschlägigen internationalen Anforderungen erfüllt. Die Schweiz hat während mehreren Jahren Expertinnen und Experten des marokkanischen Zivilschutzes ausgebildet. Dank der Schaffung eines rasch einsatzfähigen und effizienten Katastrophendiensts können Schäden verringert und die Opferzahl bei Erdbeben gesenkt werden.

Land/Region Thema Periode Budget
Marokko
Klimawandel & Umwelt
Humanitäre Hilfe & DRR
Reduktion von Katastrophenrisiken DRR
Materielle Nothilfe

01.03.2014 - 31.12.2016


CHF 890'000



Förderung von Pluralismus und Meinungsvielfalt in marokkanischen Medien

Zwei Journalistinnen in einem Radio Studio

21.06.2013 - 31.08.2016

Die DEZA finanziert ein Projekt, um Medienfachleute und politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger in Meinungsfreiheit und Vielfalt in den marokkanischen Medien zu fördern. Die Initiative, entstand während der Verfassungsreform in Marokko im Jahr 2011 und hat sich zuletzt während die Legislaturperiode im September und im Oktober 2015 bewährt.

Land/Region Thema Periode Budget
Marokko
Governance
Menschenrechte
Gender
Dezentralisierung
Menschenrechte (inkl. Frauenrechte)
Medien & Informationsfreiheit
Organisationen für die Gleichstellung der Frau

21.06.2013 - 31.08.2016


CHF 647'205



Freiwillige Rettungshelfer in marokkanischen Quartieren

Eine Gruppe von freiwilligen Helferinnen und Helfer verteilt information und Material in einer Gasse

01.08.2012 - 31.12.2015

In einem Land wie Marokko, wo Naturereignisse schwere Schäden verursachen können, ist rasche Nothilfe entscheidend, wenn es darum geht, Menschenleben zu retten. Um solche Situationen besser bewältigen zu können, setzen verschiedene marokkanische Städte auf ihre eigenen Einwohnerinnen und Einwohner, die das Rettungsdispositiv bei einer Katastrophe verstärken. Die DEZA unterstützt diesen Ansatz und beteiligt sich an der Ausbildung der freiwilligen Rettungshelferinnen und -helfer.

Land/Region Thema Periode Budget
Marokko
Klimawandel & Umwelt
Humanitäre Hilfe & DRR
Reduktion von Katastrophenrisiken DRR
Materielle Nothilfe

01.08.2012 - 31.12.2015


CHF 950'000



Die Schweiz bringt in Nordafrika ihre international anerkannte Expertise im Bereich Reform des Sicherheitssektors ein

01.11.2011 - 31.12.2016

Die Volksaufstände in Nordafrika anfangs 2011 richteten sich nicht zuletzt auch gegen die Sicherheitskräfte, welche die diktatorischen Regimes in Ägypten, Libyen und Tunesien über Jahrzehnte stützten. Entsprechend ist die Neuorientierung der bewaffneten Staatsgewalten – Armee, Polizei und Sicherheitsdienste – eine vordringliche Aufgabe im Hinblick auf eine erfolgreiche demokratische Transition. Die Schweiz verfügt mit dem Genfer Zentrum für die zivile Kontrolle von Streit- und Sicherheitskräften (DCAF) über international anerkannte Expertise. Seit 2011 werden die Partnerländer auf Anfrage rasch und gezielt im Prozess zur Reform des Sicherheitssektors unterstützt. Dabei präsentieren sich die Herausforderungen in Tunesien, Marokko, Libyen und Ägypten trotz aller Gemeinsamkeiten recht unterschiedlich.

Land/Region Thema Periode Budget
Maghreb
Konflikt & Fragilität
Beschäftigung & Wirtschaftsentwicklung
Governance
Steuerung und Reform der Sicherheitssysteme
Finanzsektorpolitik
Weiterentwicklung von Recht und Rechtsprechung

01.11.2011 - 31.12.2016


CHF 3'307'792



North Africa Cultural Programme (NACP), Phase 1

15.12.2018 - 14.03.2022

By developing a Regional Cultural Programme, Switzerland seeks to facilitate intercultural dialogue and exchange as a foundation for peace and conflict sensitive development in North Africa and to foster artistic expression as a driver of change in support to the challenges of transition. This will promote peaceful coexistence, political stability and social cohesion in North Africa, hence providing a contribution to the prevention of violent extremism and alternatives for the fulfillment of North African youth in their own societies.


North Africa Cultural Programme

01.07.2017 - 30.06.2025

Le programme fournit un cadre pour un appui à la Culture comme vecteur d’échanges et de dialogue entre les personnes et les sociétés civiles en Afrique du Nord. Il contribue aux processus de transition politique, à la création d’opportunités de développement économique et à une vision positive de la migration. Il renforce la capacité des peuples d’Afrique du Nord à mettre en valeur leur patrimoine et aux jeunes de la région à exprimer pacifiquement leurs aspiration et leur inventivité.


Projet Oriental Protection Migrants Maroc

01.01.2017 - 31.03.2018

Morocco is a country of transit and destination for migrants and refugees, 20’000 of which live on the margins of society, despite the 2014 adopted first ever migration strategy, promising the respect of human rights and access to public services. The “Projet Oriental” facilitates access to health care and provides humanitarian support to 5’600 vulnerable migrants per year and coaches public and civil society service providers to care for the specific needs of the migrants.


Caritas Maroc : Promouvoir l’exercice des droits humains des migrants au Maroc

01.04.2016 - 31.03.2019

Morocco is a country of transit and destination for migrants and refugees, 20’000 of which live on the margins of society, despite Morocco in 2014 adopting a first ever migration strategy, promising the respect of human rights and access to public services. Caritas enables 3’000 vulnerable migrants per year - mainly women and children - to translate access rights into access reality, and coaches public and civil society service providers to care for the specific needs of the new clients.


ONU Femmes: Accès aux Services judiciaires pour des femmes et des enfants victimes de la traite des êtres humains au Maroc

01.09.2015 - 30.04.2019

Malgré les réformes initiées au niveau juridique et institutionnel, la traite des personnes reste un phénomène croissant au Maroc. La mise ne place d'un mécanisme national de lutte contre la traite coordonnée entre de nombreux services publics et les acteurs de la socitété civile est nécessaire pour une meilleure protection des victimes. Les récents développements juridiques et polititques ont dynamisé la lutte contre la traite. La phase actuelle du projet vise à améliorer la protection des victimes à travers un appui technique et une meilleure coordination. 


Programme Development North Africa

01.07.2015 - 30.06.2020

Originally conceived to support the development of activities under the Swiss North Africa Programme launched from scratch in 2011, the 5th phase with a much reduced budget allows deepening relevant thematic and context knowledge, developing and formulating future strategic priorities and setting-up adapted or new projects for SDC in a fragile and complex environment. For 2015-16 the focus is on preparatory work for the Swiss North Africa programme 2017-20.


GIZ : Gestion Intégrée des Ressources en Eaux (AGIRE)

01.10.2014 - 31.12.2016

Le Maroc est touché par des inondations et sécheresses toujours plus fréquentes liées au changement climatique, affectant surtout les populations vulnérables. De plus, le pays fait face à la surexploitation et dégradation de la qualité de ses eaux, une source de conflit et un danger futur élevé pour la population. La contribution suisse renforce la mise en œuvre d’une gestion intégrée de la ressource en eau au niveau stratégique national et au travers d’un appui technique dans la région particulièrement vulnérable du Souss.


OIM: Assisted Voluntary Return and Reintegration for Sub-Sahara Migrants (AVRR)

01.06.2014 - 31.07.2016

Due to reinforced security controls at European boarders, an increasing number of irregular migrants remain blocked in Morocco. Despite some improvement since the announcement of the new migration policy, abuse of migrants still persists. Stranded migrants live in very precarious conditions and as a result many of them wish to leave Morocco and return to their home-countries. This project responds to a humanitarian need and offers stranded, irregular migrants the possibility to return and to be reintegrated into their countries of origin.

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Projekte Tunesien

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Berufsbildung in Tunesien – Beschäftigung als Ziel

In Tunesien können Jugendliche auf Stellensuche dank einem DEZA-Programm Fach- und Sozialkompetenzen erwerben, die in der Berufswelt gefragt sind.

01.01.2016 - 31.03.2021

Ein DEZA-Programm erhöht die Arbeitsmarktfähigkeit von jungen Studienabgängerinnen und -abgängern in Tunesien. Es sieht Berufsbildungsangebote vor, welche praktische Kenntnisse und Fertigkeiten vermitteln, die in der Arbeitswelt erforderlich sind.

Land/Region Thema Periode Budget
Tunesien
Berufsbildung
Beschäftigung & Wirtschaftsentwicklung
Berufsbildung
Schaffung von Arbeitsplätzen

01.01.2016 - 31.03.2021


CHF 9'603'475



Regionalradios als Katalysatoren der Demokratie

01.08.2015 - 30.11.2016

Nach der Revolution 2011 in Tunesien wurde die Stiftung Hirondelle von der DEZA beauftragt, Radio Tunisienne, das nationale Radio von Tunesien, zu professionalisieren. Einer der Regionalsender, Radio Gafsa, erhielt fachliche und finanzielle Unterstützung mit dem Ziel, ein öffentliches Informationsorgan aufzubauen, das zuverlässig und unabhängig berichtet. Das Projekt wurde in der Folge auf vier weitere Regionalsender ausgeweitet.

Land/Region Thema Periode Budget
Tunesien
Governance
Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT)
Dezentralisierung

01.08.2015 - 30.11.2016


CHF 921'066



Berufsbildung in Tunesien – Beschäftigung als Ziel

Vier junge Angestellte einer Übungsfirma mit ihren Arbeitszeugnissen

15.07.2012 - 31.12.2015

Die hohe Jugendarbeitslosigkeit war bei den Revolutionen, die die nordafrikanischen Länder 2011 erschütterten, ein wichtiger Faktor. Die DEZA will einen Beitrag zur Verbesserung der Berufsbildung in Tunesien leisten. Ihr Projekt bietet jungen Studienabgängerinnen und ‑abgängern die Möglichkeit, bei einem Praktikum in einer Übungsfirma, wie es sie in der Schweiz schon seit langem gibt, praktische Kompetenzen zu erwerben. Aufgrund der erzielten Erfolge wird das Projekt der Schweiz bis 2020 verlängert.

Land/Region Thema Periode Budget
Tunesien
Beschäftigung & Wirtschaftsentwicklung
Berufsbildung
Schaffung von Arbeitsplätzen
Berufsbildung
KMU Förderung

15.07.2012 - 31.12.2015


CHF 3'150'000



Die Schweiz bringt in Nordafrika ihre international anerkannte Expertise im Bereich Reform des Sicherheitssektors ein

01.11.2011 - 31.12.2016

Die Volksaufstände in Nordafrika anfangs 2011 richteten sich nicht zuletzt auch gegen die Sicherheitskräfte, welche die diktatorischen Regimes in Ägypten, Libyen und Tunesien über Jahrzehnte stützten. Entsprechend ist die Neuorientierung der bewaffneten Staatsgewalten – Armee, Polizei und Sicherheitsdienste – eine vordringliche Aufgabe im Hinblick auf eine erfolgreiche demokratische Transition. Die Schweiz verfügt mit dem Genfer Zentrum für die zivile Kontrolle von Streit- und Sicherheitskräften (DCAF) über international anerkannte Expertise. Seit 2011 werden die Partnerländer auf Anfrage rasch und gezielt im Prozess zur Reform des Sicherheitssektors unterstützt. Dabei präsentieren sich die Herausforderungen in Tunesien, Marokko, Libyen und Ägypten trotz aller Gemeinsamkeiten recht unterschiedlich.

Land/Region Thema Periode Budget
Maghreb
Konflikt & Fragilität
Beschäftigung & Wirtschaftsentwicklung
Governance
Steuerung und Reform der Sicherheitssysteme
Finanzsektorpolitik
Weiterentwicklung von Recht und Rechtsprechung

01.11.2011 - 31.12.2016


CHF 3'307'792



15'000 neue Arbeitsplätze im postrevolutionären Tunesien

© DEZA

01.07.2011 - 31.03.2018

Mit dem Projekt I-SEMER (Schweizer Initiative für Beschäftigung und für ländliche Kleinst- und Kleinunternehmen) sollten über einen Zeitraum von vier Jahren in vier benachteiligten Bezirken Tunesiens 10'000 Arbeitsplätze für junge Menschen geschaffen werden. Dieses Ziel wurde übertroffen. Das Projekt, das in Zusammenarbeit mit tunesischen Partnern realisiert wird, stellte die erste konkrete Unterstützung der Schweiz in diesen benachteiligten Gebieten des postrevolutionären Tunesiens dar.

Land/Region Thema Periode Budget
Tunesien
Beschäftigung & Wirtschaftsentwicklung
Schaffung von Arbeitsplätzen
KMU Förderung

01.07.2011 - 31.03.2018


CHF 8'441'000



Participation active des citoyennes et citoyens tunisiens – PACT

01.01.2026 - 31.12.2028

La Suisse veut contribuer à la transition démocratique de la Tunisie suite à la révolution de 2011. Cette transition passe par une participation accrue des citoyens, en particulier des jeunes, dans la gestion des affaires publiques à travers la mise en place de mécanismes de participation inclusive. La Suisse entend promouvoir des initiatives citoyennes faisant la promotion d’une culture de redevabilité des acteurs politiques auprès des communautés tout en formant les nouveaux élus locaux dans le cadre de la décentralisation.


Geplantes Projekt

Transition redevable pour la société tunisienne (TRUST)

01.03.2022 - 28.02.2028

L’intervention contribue à l’émergence d’un système de redevabilité durable, veillant au respect de l’Etat de droit, favorisant la réactivité, l’efficacité et la confiance des citoyennes et des citoyens dans les institutions publiques. Elle soutient de manière ciblée les capacités de partenaires publics et de la société civile à exercer leurs rôles dans la régulation, la surveillance et le contrôle de l’activité publique par une approche transversale et complémentaire aux soutiens existants.


Redevabilité, sécurité et prévention de l’extrémisme violent pour les citoyennes et citoyens tunisiens RESPECT

01.12.2020 - 30.11.2026

L’intervention renforce la gouvernance du secteur de sécurité tunisien et les capacités institutionnelles de prévention de l’extrémisme violent. Elle contribue ainsi à une meilleure protection des citoyennes et des citoyens tunisiens à travers une assistance vers une gestion de la sécurité redevable et efficace, et à travers un soutien à la définition et à la mise en œuvre de politiques publiques limitant le phénomène de l’extrémisme violent.

 


ELECT – Elections libres et crédibles en Tunisie

15.08.2019 - 30.06.2020

The project supports the orderly conduct of the 2019 Electoral process in Tunisia (legislative and presidential elections). It aims at ensuring International and African observation missions and enabling local NGOs to co-lead the process. This short term project completes and facilitates Switzerland’s support to democratic processes in the field of accountability and citizen participation since 2011.


North Africa Cultural Programme (NACP), Phase 1

15.12.2018 - 14.03.2022

By developing a Regional Cultural Programme, Switzerland seeks to facilitate intercultural dialogue and exchange as a foundation for peace and conflict sensitive development in North Africa and to foster artistic expression as a driver of change in support to the challenges of transition. This will promote peaceful coexistence, political stability and social cohesion in North Africa, hence providing a contribution to the prevention of violent extremism and alternatives for the fulfillment of North African youth in their own societies.


Program for the Support of Electoral Processes in Tunisia (PSPET) – Phase II

01.12.2018 - 29.02.2020

The program contributes to outcome 1.2 of the SDC’s 2017-2020 strategy. This intermediary phase of the program would contribute to leverage the resilience of independent electoral authorities for the successful organization of the 2019 national elections and beyond and strengthen citizen engagement in decision making through effective outreach and civic education. It would also permit for a closer assessment of the field to prepare for the phasing out of the program moving forward. 


Redevabilité, sécurité et prévention de l’extrémisme violent pour les citoyennes et citoyens tunisiens (RESPECT), Phase 1

01.12.2017 - 30.11.2020

L’intervention contribue à la prévention de l’extrémisme violent en renforçant la capacité des autorités à déterminer les causes de celui-ci et les moyens de les prévenir par des actions concrètes dans tous les secteurs d’activité de l’Etat, en collaboration étroite avec la société civile. Elle vise notamment à améliorer la relation de confiance entre les citoyens et les agents de l’Etat chargés de garantir leur sécurité par une meilleure redevabilité, une information plus transparente du public et une implication de la société civile dans les décisions.

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