Albanien

Die Schweiz unterstützt Albanien bei der De­mokratisierung des Landes und bei der Stär­kung seiner wirtschaftlichen Wettbewerbsfä­higkeit, um die europäische Integration weiter voranzutreiben. Die Unterstützung umfasst die Bereiche lokale Gouvernanz, wirtschaftliche Entwicklung, Gesundheit sowie städtische Inf­rastruktur und Energie.

© EDA

Seit dem Ende der kommunistischen Diktatur hat Albani­en beachtliche Fortschritte auf dem Weg hin zu einer De­mokratie mit wettbewerbsfähiger Marktwirtschaft ge­macht. Eine Reihe vielversprechender Reformen wurden aufgegleist und umgesetzt, z.B. in der territorialen und öffentlichen Verwaltung, bei den öffentlichen Finanzen sowie im Energie- und Justizsektor. Die von vielen Alba­nerinnen und Albanern geteilte Vision eines EU-Beitritts treiben diese und weitere Reformen an. Dank den po­sitiven Entwicklungen erhielt Albanien 2014 den Status eines EU-Beitrittskandidaten und 2016 empfahl die EU Kommission die Beitrittsverhandlungen zu initiieren. Vor grossen Herausforderungen sieht sich Albanien noch bei der Bekämpfung von Korruption und organisiertem Ver­brechen. Weitere Hürden bestehen bei der Reduzierung von Armut und Arbeitslosigkeit, welche besonders länd­liche Regionen, benachteiligte Gruppen und Jugendliche betreffen.

Themen der DEZA

Demokratisierung, Dezentralisierung und lokale Gouvernanz

Die Schweiz unterstützt die institutionellen Reformen und fördert die Demokratisierung und Dezentralisie­rung. Sie fördert die regionale Entwicklung, stärkt die lokalen Behörden und ermutigt die Zivilgesellschaft, sich vermehrt an lokalen Entscheidungsprozessen zu beteiligen. Sie stärkt Kontrollmechanismen der Parla­mente gegenüber der Exekutive sowohl auf lokaler wie auf nationaler Ebene. Die Schweiz setzt sich dafür ein, dass öffentliche Dienstleistungen für alle zugäng­lich sind, insbesondere auch für diskriminierte Bevöl­kerungsgruppen wie die Roma.

Staats- und Wirtschaftsreformen

Wirtschaftliche Entwicklung

Die Schweiz unterstützt ein nachhaltiges und inklusives Wachstum. Sie fördert die Stärkung des öffentlichen Finanzwesens, der Geldpolitik und der Finanzaufsicht und trägt damit unmittelbar zur Sta-bilisierung des makroökonomischen Umfelds in Albanien bei. Die Schweiz hilft, Arbeitsplätze zu schaffen, indem sie die Rahmenbedingungen für private Unternehmen mit gezielten Massnahmen verbessert und ihnen den Zugang zu den Märkten erleichtert. Ein verstärkter Fokus liegt bei der Förderung einer modernen, attraktiven Berufsbildung für junge Albanerinnen und Albaner, damit diese optimal auf die Bedürfnisse und Anforderungen des Arbeitsmarktes vorbereitet sind.

Privatsektorentwicklung und Finanzdienstleistungen

Städtische Infrastruktur und Energie

Durch die Stärkung der Institutionen und der gleich­zeitigen Erhöhung der Investitionen auf lokaler Ebe­ne trägt die Schweiz zu einem besseren Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen hoher Qualität bei. In diesem Zusammenhang setzt sich die Schweiz dafür ein, dass die städtische Infrastruktur in den Berei­chen Trinkwasserversorgung, Abwasserentsorgung und Siedlungsabfall verbessert und die Energieeffi­zienz gesteigert werden. Die albanischen Behörden werden zudem unterstützt, ihre Energiequellen zu diversifizieren um in ganz Albanien eine effiziente und zuverlässige Energieversorgung sicherzustellen.

Staats- und Wirtschaftsreformen

Gesundheit

Auf der Grundlage der nationalen Gesundheitsstrategie 2017-2020 von Albanien unterstützt die Schweiz die Stärkung der medizinischen Grundversorgung der Bevölkerung. Sie fördert nationale Reformen, verbessert die Führung und Ausstattung der Gesundheitsposten und setzt sich für eine laufende Weiterbildung des Gesundheitspersonals ein. Des Weiteren unterstützt die Schweiz Präventionsmassnahmen zur Vermeidung nichtübertragbarer Krankheiten, das Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung und die Einforderung der Rechenschaft der Gesundheitsversorger. Das trägt namentlich dazu bei, dass benachteiligte und gefährdete Bevölkerungsgruppen besseren Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen erhalten.

Gesundheit

Herangehensweise und Partner

Die Kooperationsstrategie 2018–2021 wird von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) gemeinsam umgesetzt. Die Schweiz koordiniert ihre Transitionszusammenarbeit eng mit den albanischen Behörden, anderen Geberländern und internationalen Organisationen wie der UNO oder der EU. Alle Programme der Schweiz, hauptsächlich ausgeführt durch die DEZA und das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, integrieren die Prinzipien der guten Regierungsführung und der Gleichberechtigung.

Wichtige Partner der Schweiz in Albanien sind:

  • Nationale Partner: Ministerien, Stadt-und Ge¬meindebehörden, soziale und Berufsorganisatio¬nen, Privatsektor und lokale NGO
  • Schweizer NGOs: Helvetas-Swiss Intercooperati¬on, Swisscontact, Schweizerisches Tropen- und Public Health-Institut, Terre des Hommes, Save the Children
  • Bilaterale und multilaterale Partner: Deutschland (KfW, GIZ), Österreich (ADA), Schweden, EBRD, EU, Europarat, OSZE, UN, Weltbankgruppe, WHO

Aktuelle Projekte

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Climate Services for a Resilient Albania (ALBAdapt)

01.06.2024 - 31.12.2030

The project will increase Albania’s adaptive capacity and climate resilience through the effective generation and use of climate information and services. It will develop an innovative Multi Hazard Impact Based Early Warning System in line with international standards. The MeteoSwiss expertise will be of added value in leveraging the Green Climate Fund engagement and complementing the SECO contribution to this large strategic project.


Building Damage Assessment in Albania

01.04.2024 - 31.12.2027

The devastating earthquake in 2019 revealed that Albania has a weak policy and institutional framework and low public awareness on building damage assessment. The Swiss project will support Albania in strengthening its disaster risk management institutions at national and municipal level to provide sustainable and effective building damage assessment services, leading to safer living conditions and a more disaster resilient business environment.


Skills for Jobs (S4J)

01.07.2023 - 30.06.2027

Albania is reforming its vocational education and training system to upgrade the students’ employability. S4J promotes work-based learning, digitalization and diversification of the VET offer, as per the labour market needs. To sustain the reform process, the exit phase consolidates the transfer of these innovative processes to additional VET providers and companies.


Skills Development for Employment (SD4E)

01.07.2023 - 30.06.2027

Albania is reforming the vocational education and training as well as employment services to increase people’s employability, particularly of women, youth as well as people with disabilities and low-income. This final phase puts the focus on strengthening the capacities of the line ministry and its subordinated national agencies as well as on consolidating, upscaling and transferring the developed policies and regulations as well as best practices to complete the reform process. 


Health for All (HAP)

01.04.2023 - 31.03.2027

The health sector in Albania is undergoing structural reforms. New models of service that integrate health and social care are approved and being implemented currently in small scale. Under the lead of the Ministry of Health and Social Protection, the project will facilitate the upscale of the new home care service at primary health care. The aim is to transform primary care to the specific needs of the poor and vulnerable population like the elderly, people with disabilities and mental health disorders. 


Albania: Sustainable Rural Development

01.02.2023 - 31.12.2026

Large potential for additional value creation exists in the agriculture sector and related activities in Albania. The project will develop innovative, economically viable and inclusive business models for market actors to leverage investment and ultimately increase income and employment for the population in rural areas, especially for women, young people and returnees.


Support to Parliament and Civic Education (PACEP)

01.01.2023 - 01.06.2028

The Albanian Parliament will improve its performance both, operationally and politically. Elections will be managed more transparently and efficiently. The system of checks and balances between the parliament, the government and independent institutions will be strengthened. Citizens will contribute and benefit from increased representation in parliament, responsible law making and stronger oversight. 


ALB: Solidar - Health Emergency

01.01.2022 - 31.10.2027

Albania suffers from insufficient resources for public health emergencies and poor quality of primary care emergency services. The project aims at supporting the Ministry of Health and Social Protection and non-health actors to establish a sound coordination based on clear regulations and standards for health emergencies. It will also strengthen the capacity of healthcare and enable community initiatives regarding health emergencies preparedness and response. 


RisiAlbania, Making Labour Market Work for Youth

01.11.2021 - 31.12.2029

The last phase of RisiAlbania will continue to consolidate a functional labour market system that performs sustainably. The project will support businesses to grow through increased access to markets, competitiveness and resilience, leading to the creation of more and better jobs for young women and men. It will scale up its support for improving career intermediation, guidance as well as non-formal skills provision for youth to get access to jobs.


Leave No One Behind Project

01.08.2021 - 31.07.2025

Albania is building up its social protection system, with the vision of providing decentralized services. The importance of an effective social protection system has increased by the ongoing pandemic. The project covers part of the social protection system. Its 2nd phase scales up the reform roll-out. This Albania-Switzerland-UN’ effort collaborates with 50% of municipalities and strengthens their capacities to support 160’000 vulnerable people.


Shkollat për Shëndetin (SpS) - Schools for health

01.10.2019 - 28.02.2025

Non-communicable diseases (NCDs) account for the highest mortality in the country. The program aims to reduce the exposure to the major risk factors for NCDs through improvement of lifestyle practices in schoolchildren and communities. Municipalities will be supported to develop sustainable models for health promotion and healthy environments at school. Cooperation between Ministries of Health and Education will be strengthened to establish framework conditions conducive to health.


Wohnlösungen für Vertriebene

Mehrfamilienhaus, in Ovca, Serbien

01.03.2019 - 30.06.2024

Als Folge des Krieges in den 1990er-Jahren wurden über drei Millionen Menschen sowohl innerhalb von Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Montenegro und Serbien als auch über die Grenzen dieser Länder vertrieben. 25 Jahre nach den Abkommen von Dayton leben im Westbalkan noch immer fast 500 000 Menschen, die während des Konflikts im ehemaligen Jugoslawien vertrieben wurden. Das regionale Wohnungsbauprogramm (Regional Housing Programme, RHP) hat zum Zweck, bedürftigen Flüchtlingen und Binnenvertriebenen dauerhafte Wohnlösungen zur Verfügung zu stellen.

Land/Region Thema Periode Budget
Westbalkan
Migration
Zwangsvertreibung (Flüchtlinge, Binnenvertriebene, Menschenhandel)

01.03.2019 - 30.06.2024


CHF  1’555’000


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