Kulturpolitik

Als Folge des Föderalismus wird das Kulturschaffen der Schweiz aus zahlreichen Quellen unterschiedlichster Art gefördert.

Atelier auf der Biennale Venedig mit Besuchern
Biennale Venedig, Pro Helvetia. © Andrea Avezzù

Gegenstand der Schweizer Kulturförderung ist das kulturelle Schaffen, die Produktion, die Verbreitung und die Archivierung von Werken durch die öffentliche Hand und durch private Institutionen wie Stiftungen, Sponsoren und Mäzene.

Die Gemeinwesen wenden jährlich rund 3 Milliarden Franken für die Kultur auf. Der grösste Teil davon entfällt auf einige grosse städtische Zentren. Es sind dies die Kantone Zürich, Genf, Bern, Waadt und Baselstadt und ihre jeweiligen Stadtgemeinden.

Der Bund unterstützt das Kulturschaffen mit einem Betrag von jährlich rund 320 Millionen Franken. Die Kulturpolitik des Bundes wird von zwei Organisationen gemeinsam getragen: Vom Bundesamt für Kultur und von der Stiftung Pro Helvetia.

Das Bundesamt für Kultur ist zuständig für die Kulturpolitik des Bundes und verantwortlich für die Förderung, Erhaltung und Vermittlung kultureller Vielfalt. Es fördert das kulturelle Schaffen in Bereichen wie Kunst und Film, betreut Museen und Sammlungen, unterstützt die Denkmalpflege und engagiert sich in der kulturellen Bildung. Das Bundesamt für Kultur befindet sich in Bern.

Die Stiftung Pro Helvetia fördert die Verbreitung von Schweizer Kultur im Ausland. Im Inland trägt sie zum kulturellen Austausch zwischen den einzelnen Regionen bei und fördert das künstlerische Schaffen. Die Stiftung hat ihren Sitz in Zürich.

Die kulturellen Aktivitäten der Schweiz im Ausland werden in Zusammenarbeit mit dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten von diesen beiden Organisationen wahrgenommen.