Umsetzung der aussenpolitischen Strategie: Bundesrat Burkhalter reist in die Türkei, nach Libanon und Südamerika

Bern, Medienmitteilung, 19.05.2016

Bundesrat Didier Burkhalter nimmt am 23. und 24. Mai 2016 am Weltgipfel zur Humanitären Hilfe in Istanbul teil und besucht im Libanon Projekte, mit deren Unterstützung die Schweiz konkrete Hilfe für die Syrien-Flüchtlinge leistet. Am 26. und 27. Mai reist der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten EDA zu bilateralen Gesprächen nach Argentinien und Uruguay und trifft - im uruguayischen Nueva Helvecia - Nachfahren von Schweizer Auswanderern.

Frieden und Sicherheit, Förderung der Menschenrechte, Prävention von Krisen, humanitäre Hilfe und der Ausbau des Beziehungsnetzes mit Partnerstaaten: Diese Themen gehören zu den Schwerpunkten der Aussenpolitischen Strategie 2016-2019. Sie stehen auch im Zentrum der zwei Auslandsreisen, die Bundesrat Didier Burkhalter in der kommenden Woche in den Nahen Osten und nach Südamerika unternehmen wird. 

Am 23. und 24. Mai 2016 leitet der Vorsteher des EDA die Delegation der Schweiz am Weltgipfel über Humanitäre Hilfe (World Humanitarian Summit) in Istanbul. Ziel der Gipfelkonferenz, an der rund 5‘000 Delegierte von Mitgliedsländern, der UNO und anderen internationalen Organisationen, Vertreterinnen und Vertreter von zivilgesellschaftlichen Organisationen, des Privatsektors und der Wissenschaft erwartet werden, ist es, den Fokus auf die immensen humanitären Bedürfnisse in der Welt zu richten und eine Aktionsagenda der Weltgemeinschaft zu entwickeln. Bundesrat Burkhalter und die Schweizer Delegation werden an verschiedenen Anlässen im Rahmen der Konferenz in Istanbul auch die spezifischen Anliegen der Schweiz deutlich machen: die Einhaltung des humanitären Völkerrechts, der Menschenrechte und des Flüchtlingsrechts; Schutz und Hilfe für die von Konflikten und Krisen betroffenen Menschen; mehr Ressourcen und den effizienteren Einsatz der bestehenden Mittel, auch im Hinblick auf die Prävention von Katastrophen und Krisen.

Von Istanbul wird Bundesrat Burkhalter am 24. Mai in den Libanon weiterreisen, um dort verschiedene Projekte zu besuchen, die die Schweiz unterstützt. Der Vorsteher des EDA wird bei dieser Gelegenheit mit Flüchtlingen Gespräche über ihre Situation und ihre Bedürfnisse führen.

Strategische Partner in Südamerika

Die Vertiefung bilateraler Beziehungen zu Partnerstaaten steht danach bei der Reise nach Südamerika im Zentrum, die Bundesrat Burkhalter im Anschluss an die wöchentliche Bundesratssitzung unternimmt: Am 26. Mai führt der Vorsteher des EDA als erstes Bundesratsmitglied seit 2005 bilaterale Gespräche in Argentinien. Das Land, der drittwichtigste Wirtschafts- und viertwichtigste Handelspartner der Schweiz in Lateinamerika, ist Mitglied der G20 und hat unlängst neue Weichen in seiner Aussenwirtschaftspolitik gestellt. Deshalb könnten die Handelsbeziehungen mit der Schweiz ausgebaut werden und die Investitionen zunehmen. Mit Argentinien besteht auch in verschiedenen anderen Bereichen, etwa beim Engagement zugunsten der Menschenrechte, eine enge Partnerschaft. Bundesrat Burkhalter wird in Buenos Aires mit der neuen argentinischen Aussenministerin Susana Malcorra zusammentreffen.

In Uruguays Hauptstadt Montevideo führt Bundesrat Burkhalter tags darauf ein bilaterales Gespräch mit Aussenminister Rodolfo Nin Novoa. Es ist der erste Arbeitsbesuch eines Bundesratsmitglieds seit 2005. Die Schweiz und Uruguay engagieren sich gemeinsam in verschiedenen Bereichen im Rahmen der UNO, Uruguay gehört derzeit auch dem UNO-Sicherheitsrat an. Das Land, das oft auch als „Schweiz von Südamerika“ bezeichnet wird, blickt auf enge historische Beziehungen zur Schweiz zurück. Noch heute leben viele Nachfahren von Schweizer Auswanderern in Uruguay. Bundesrat Burkhalter wird in der Stadt Nueva Helvecia Mitglieder der Auslandschweizerkolonie treffen.


Weiterführende Informationen

Unterstützung der Schweiz für Menschen, die vor Konflikten fliehen mussten


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