Gültig am:
Publiziert am: 04.10.2018

Das Kapitel «Grundsätzliche Einschätzung» ist ergänzt worden. Entführungsbeispiel vom 15. Mai 2018 sowie Minengefahr.


Reisehinweise für Südsudan

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.
Beachten Sie auch die nebenstehenden länderunabhängigen Reiseinformationen und die Fokus-Themen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.

Grundsätzliche Einschätzung

Von Reisen in den Südsudan und Aufenthalten jeder Art wird abgeraten.

Die Lage ist unberechenbar. In den meisten Landesteilen kommt es immer wieder zu kriegerischen Auseinandersetzungen, besonders in den Gliedstaaten Western, Central and Eastern Equatoria, Unity, Jonglei und Upper Nile, wo sich Erdölförderanlagen befinden.

Obwohl Ausländer und Hilfsorganisationen nicht primär Ziel von Angriffen sind, bestehen auch für sie im ganzen Land erhebliche Sicherheitsrisiken: Entführungsrisiko, Risiko, per Zufall in einen Schusswechsel zu geraten oder Opfer eines kriminellen Übergriffs oder einer Plünderung zu werden. Beispiele: Am 15 Mai 2018 wurden mehrere Mitarbeiter einer internationalen Hilfsorganisation in der Nähe von Yangiri entführt. Am 4. Juli 2017 wurden neun Mitarbeitende der UNO, darunter vier Ausländer, in Juba entführt. Am 25. März 2017 wurden sechs Hilfswerkmitarbeitende auf der Strasse von Juba nach Pibor getötet. Am 26. August 2015 wurden zwei Hilfswerkmitarbeiter in der Nähe der Stadt Leer getötet.

Es besteht landesweit Minengefahr. Die Rubrik Terrorismus und Entführungen macht auf die Risiken des Terrorismus aufmerksam.
Terrorismus und Entführungen

Trotz der Unterzeichnung eines Friedensabkommens und der Einsetzung einer Übergangsregierung (Traditional Government of National Unity) bleibt die weitere Entwicklung der Lage sehr ungewiss.

Wegen der schwierigen Sicherheitslage hat die Schweiz unter Umständen nur begrenzte oder gar keine Möglichkeiten zur Hilfe in Notfällen.

Nützliche Adressen

Schweizer Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste Schweizer Vertretung oder an die Helpline EDA wenden.
Schweizer Botschaft in Addis Ababa, Äthiopien
Helpline EDA

Vertretungen in der Schweiz: Südsudan hat in Genf eine offizielle Vertretung in der Schweiz akkreditiert: Ambassade de la République du Soudan du Sud, Ave de France 23, 1202 Genève (Tel. +41 22 919 40 40, mission.rss.geneve@hotmail.ch.

Ausschluss der Haftung
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und für die Richtigkeit des Inhalts von verlinkten externen Internetseiten. Es lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.