Präventionseinsatz der aus Pakistan zurückgekehrten Ex-Geiseln abgeschlossen

Bern, Medienmitteilung, 16.04.2013

Die Schweizerin und der Schweizer, die im März 2012 nach achtmonatiger Geiselhaft aus Pakistan zurückgekehrt waren, haben in Absprache mit dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA sechs Auftritte an Tourismus-Fachschulen in vier Kantonen sowie an der Universität Bern absolviert. Zudem haben sie sich für ein Interview mit einem Reisemagazin zur Verfügung gestellt. Ziel der Präventionskampagne war es, angehende Tourismusfachleute und Abenteuerreisende für die Risiken des Reisens in Gegenden zu sensibilisieren, von denen das EDA abrät. Das Departement zieht nach Abschluss des Einsatzes eine positive Bilanz.

Nach ihrer Rückkehr hatten sich die beiden ehemaligen Entführungsopfer bereit erklärt, als Gegenleistung für das Engagement der Schweiz für ihre Freilassung im Rahmen der Präventionsbemühungen des EDA zu arbeiten. Insgesamt absolvierten sie sechs Auftritte an vier Tourismus-Fachschulen in den Kantonen Zürich, Wallis, Graubünden und Luzern sowie an der Universität Bern. Ferner berichteten die beiden ehemaligen Geiseln in einem längeren Interview in der März-Ausgabe des Globetrotter-Magazins auch von ihren Erfahrungen in Gefangenschaft. Mit einer Auflage von 45‘000 Exemplaren erreicht dieses Reisemagazin zahlreiche reisebegeisterte Menschen.

In ihren Vorträgen, denen gegen 400 angehende Tourismusfachleute beiwohnten, erzählten die Betroffenen aus erster Hand von den leidvollen und belastenden Folgen einer Entführung für die Opfer, ihre Familien und die übrigen Beteiligten. Dabei wurde deutlich, wie schwierig eine realistische Einschätzung der Risiken selbst für erfahrene Reisende und bei gründlicher Reisevorbereitung ist – und dass es sich lohnt, die Reisehinweise des EDA zu befolgen.

Das EDA zieht nach Abschluss der Präventionskampagne eine positive Bilanz. Das Departement ist überzeugt, dass die angehenden Berufsfachleute aus der Tourismus-Branche die Erkenntnisse aus ihrer Begegnung mit den Entführungsopfern bei ihrer Arbeit berücksichtigen und an Reisende weiter geben werden. Damit tragen sie zu einer breiten Berücksichtigung der Reisehinweise bei. Zudem ist das EDA daran interessiert, dass sich dank der neu geknüpften Kontakte zu Ausbildungsinstitutionen im Tourismusbereich auch in Zukunft Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit in der Prävention ergeben.

Bei Entführungen entscheidet das Departement stets von Fall zu Fall und im Lichte der bestehenden Rechtsgrundlagen über die Frage einer Kostenbeteiligung der Opfer. Bundesrat Didier Burkhalter ist es ein Anliegen, die Bürgerinnen und Bürger für die wachsende Gefahr von Entführungen und für andere mit dem Reisen in bestimmte Gegenden verbundene Sicherheitsrisiken zu sensibilisieren. Zu den Instrumenten zur Sensibilisierung der Bevölkerung gehören nebst den Reisehinweisen des Departements, die gegenwärtig für rund 170 Länder angeboten werden, auch Auftritte an Fachmessen – letztmals an der Fespo Ferien- und Sportmesse vom 31. Januar bis 3. Februar 2013 in Zürich.

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