Programme/Projekte in Slowenien

Schweiz und Slowenien
Schweiz und Slowenien © EDA

Im Rahmen des zweiten Schweizer Beitrags an ausgewählte EU-Mitgliedstaaten trägt das schweizerisch-slowenische Kooperationsprogramm zwischen 2022 und 2029 mit 16 Millionen CHF zur Energieeffizienz und zur Umstellung auf erneuerbare Energien bei.

Das Programm führt zu einer Reduktion der Treibhausgasemissionen, indem es die Energieeffizienz verbessert, die Nutzung erneuerbarer Energiequellen fördert und das Bewusstsein für die Notwendigkeit des Übergangs zu einer kohlenstoffarmen Gesellschaft schärft. Dies steht auch im Einklang mit den aktuellen nationalen Zielen für den Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch bis 2030. Das Programm fördert eine stärkere Nutzung erneuerbarer Energien auf nationaler Ebene und stärkt die administrativen und organisatorischen Kapazitäten der Akteure des öffentlichen Sektors, um Investitionen in erneuerbare Energien umzusetzen und diese zu etablieren. Zudem zielt es darauf ab, bestehende Möglichkeiten für die symbiotische Nutzung landwirtschaftlicher Flächen mit der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zu fördern, einschließlich Finanzierungsmöglichkeiten.

Das Programm besteht aus den folgenden drei Komponenten:

  1. DIGI-LEC – Optimierung der Energieeffizienz und der Planung erneuerbarer Energien durch die Digitalisierung lokaler Energiekonzepte (LECs)

    Diese Komponente unterstützt lokale Gemeinden bei der Planung ihrer lokalen Energiekonzepte mit einem ambitionierten Anteil an erneuerbaren Energiequellen. Durch die Digitalisierung der lokalen Energiekonzepte werden alle relevanten Informationen der Öffentlichkeit über einen einzigen Zugangspunkt zur Verfügung gestellt, was den Austausch bewährter Praktiken ermöglicht und einen allgemeinen Überblick über alle lokalen Konzepte bietet.

    Die Schweiz finanziert diese Komponente mit 1,7 Millionen CHF.

  2. Förderung von Energiegemeinschaften mit erneuerbaren Energien und Förderung der Nutzung von oberflächennaher Geothermie im öffentlichen Bildungssektor

    a) Teilkomponente a – Erhöhter Anteil von Energiegemeinschaften mit erneuerbaren Energien

    Der Schwerpunkt liegt auf der Gründung von Energiegemeinschaften im öffentlichen Bildungssektor Sloweniens, was zu einer schnelleren ökologischen Wende hin zu einer kohlenstoffarmen Gesellschaft beiträgt. Dazu gehören auch Bildungs- und Sensibilisierungsaspekte. Diese Massnahme trägt dazu bei, den Anteil erneuerbarer Energien zu erhöhen, Treibhausgasemissionen zu reduzieren und eine Praxis oder ein Modell für die Umsetzung ähnlicher Energiegemeinschaftsprojekte im ganzen Land zu etablieren.

    Die Schweiz finanziert diese Teilkomponente mit 6,21 Millionen CHF.

    b) Teilkomponente b – Ersatz von fossilen Heizkesseln durch Erdwärmepumpen, die oberflächennahe Erdwärme nutzen

    Die Teilkomponente fördert die Nutzung erneuerbarer Energiequellen und trägt zur Abkehr von fossilen Brennstoffen bei, indem fossile Heizkessel in Schulen und Bildungszentren durch Wärmepumpen ersetzt werden, die flache Geothermie nutzen.

    Die Schweiz finanziert diese Teilkomponente mit 5,21 Millionen CHF.

  3. Pilotprojekte zur Agrar-Photovoltaik

    Diese Komponente konzentriert sich auf die Umsetzung von Pilotprojekten, um die gleichzeitige Landnutzung für Energieerzeugung und landwirtschaftliche Produktion zu testen. Viele wichtige Akteure, insbesondere im Agrarsektor, werden Einblicke in die Funktionsweise von Photovoltaikanlagen gewinnen und ein besseres Verständnis für die Vorteile der gleichzeitigen Nutzung von Land für Solarenergie und landwirtschaftliche Produktion entwickeln.

    Die Schweiz finanziert diese Komponente mit 2 Millionen CHF.

 

Schweizerisch-slowenische Kooperationsprogramm - Factsheet  (PDF, 1 Seite, 263.3 kB, Englisch)