Wiedereinbürgerung nach Verwirkung, Entlassung und Verlust des Schweizer Bürgerrechts

Gemäss Artikel 27 des Bundesgesetzes über das Schweizer Bürgerrecht (Bürgerrechtsgesetz, BüG) können Personen, die das Schweizer Bürgerrecht verloren haben, innerhalb von zehn Jahren ein Gesuch um Wiedereinbürgerung stellen. Nach Ablauf dieser Frist kann die Wiedereinbürgerung beantragen, wer seit drei Jahren Aufenthalt in der Schweiz hat. 

Dies trifft zum Beispiel zu, wenn eine Bürgerin das Schweizer Bürgerrecht verloren hat:

  • durch Heirat mit einem Ausländer vor dem 1. Januar 1992;

  • durch Verwirkung, das heisst bei Geburt im Ausland, die weder der Schweizer Vertretung innerhalb der vorgesehenen Frist gemeldet noch in das schweizerische Zivilstandsregister eingetragen wurde;

  • durch Entlassung.

In diesen Fällen kann sie innerhalb der Fristen gemäss Artikel 27 BüG die Wiedereinbürgerung beantragen.

Wichtiger Hinweis

Die schweizerische Gesetzgebung erlaubt die Doppelbürgerschaft. Sie können also grundsätzlich Ihre bisherige Staatsangehörigkeit beibehalten. Es ist jedoch möglich, dass Sie bei Erwerb des Schweizer Bürgerrechts Ihre bisherige Staatsangehörigkeit verlieren, wenn die Gesetzgebung Ihres Herkunftsstaates dies vorsieht. Verbindliche Auskünfte erteilen die Behörden des Herkunftsstaates.

Doppelte Staatsbürgerschaft