Grundsätzliche Einschätzung
Der persönlichen Sicherheit ist grosse Aufmerksamkeit zu schenken.
Aufgrund politischer, ethnischer und religiöser Spannungen kann es jederzeit zu gewalttätigen Zusammenstössen kommen.
Anfang August 2024 kam es landesweit zu Protesten mit schweren Ausschreitungen. Bei gewaltsamen Zusammenstössen zwischen Demonstrierenden und Sicherheitskräften wurden Tränengas, Gummigeschosse und scharfe Munition eingesetzt. Hunderte Menschen starben, Tausende wurden verletzt. Auch nach den Wahlen von Februar 2026 bleibt die Lage volatil.
Demonstrationen und Streiks (Hartals) können jederzeit stattfinden. Dabei kann es zu Brandstiftungen, Sachbeschädigungen und Strassenblockaden kommen. Es kommt auch zu Konfrontationen zwischen Demonstrierenden und Sicherheitskräften sowie zwischen Demonstrierenden verschiedener Lager. Diese fordern immer wieder Verletzte und Todesopfer.
Auch Behinderungen des Reiseverkehrs können die Folge sein. Beispielsweise kommt es bei Unruhen vereinzelt zu Sabotageakten auf die Bahninfrastruktur. Im Falle von Zugsausfällen, Strassenblockaden und Streiks wird Reisenden empfohlen, sich lokal über alternative Reisemöglichkeiten zu erkundigen und gegebenenfalls die Normalisierung der Lage abzuwarten. Die Schweizer Botschaft in Dhaka hat bei Blockaden nur eng begrenzte - je nach Situation gar keine - Möglichkeiten zur Unterstützung der Ausreise aus den betroffenen Regionen.
Terroristische Akte sind jederzeit im ganzen Land möglich. Sie können sich auch gezielt gegen ausländische Staatsangehörige und religiöse Minderheiten richten. Bei der Aushebung von Terrorzellen durch die Sicherheitskräfte haben Schusswechsel wiederholt Todesopfer und Verletzte gefordert.
Lassen Sie Vorsicht walten, insbesondere an belebten Orten wie zum Beispiel:
- Restaurants, Einkaufszentren
- bekannte internationale Hotels
- religiöse Einrichtungen
- Sport- und Kulturveranstaltungen
- Märkte, öffentliche Versammlungen
- Unterhaltungseinrichtungen und Nachtlokale
- öffentlicher Verkehr (Bus-, Bahn-, Flug- und Schiffsverkehr)
Das Risiko von Entführungen kann nicht ausgeschlossen werden. Beachten Sie auch die Rubrik
Terrorismus und Entführungen
Im Kampf gegen die Drogenkriminalität gehen die Sicherheitskräfte hart gegen Personen vor, die in die Produktion, den Handel oder den Konsum von Drogen involviert sind. Dabei kommt es immer wieder zu Todesopfern. Es besteht das Risiko, dass unbeteiligte Personen in Mitleidenschaft gezogen werden.
Informieren Sie sich vor und während der Reise in den Medien über die aktuelle Lage. Lassen Sie sich von einer ortskundigen Person begleiten und klären Sie mit ihr die Sicherheitslage vorgängig ab. Lassen Sie im ganzen Land grösste Vorsicht walten, besonders auch nach dem Freitagsgebet. Meiden Sie Massenveranstaltungen und Demonstrationen jeder Art, und befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden (Ausgangssperren etc.) sowie die Ratschläge von ortsansässigen Kontaktpersonen.