GCF – Der Grüne Klimafonds

Gruppenbild des GCF-Exekutivrats am Hauptsitz in Songdo in Südkorea
Der GCF-Exekutivrat am Hauptsitz in Songdo, Südkorea, während seines 14. Treffens im Oktober 2016. © GCF

Der Grüne Klimafonds ist ein globaler Fonds, der als Reaktion auf den Klimawandel geschaffen wurde und in emissionsarme und klimaresiliente Entwicklung investiert. Die Bedürfnisse von Entwicklungsländern, die für die Auswirkungen des Klimawandels besonders verletzlich sind, werden dabei speziell berücksichtigt

Die Schweiz teilt sich einen Sitz Exekutivrat des Grünen Klimafonds (Green Climate Fonds, GCF) mit Finnland und Ungarn.

Auftrag

Der Grüne Klimafonds wurde von den Vertragsparteien der UNO-Klimarahmenkonvention 2010 beschlossen. Für die erste operationelle Phase wurden 2014 von 43 Staaten Beiträge im Umfang von rund USD 10 Milliarden gesprochen. Der Fonds hat zum Zweck, einen substanziellen, ehrgeizigen Beitrag zu leisten, um die globalen Anstrengungen zur Bekämpfung des Klimawandels zu unterstützen. Der GCF unterstützt Entwicklungsländer bei der Reduktion von Treibhausgasemissionen und ihrer Anpassung an die Folgen des Klimawandels, wobei auch die Bedürfnisse jener Entwicklungsländer berücksichtigt werden, die für die Auswirkungen des Klimawandels besonders verletzlich sind. Die Hälfte der Mittel des GCF sollen in Anpassungsmassnahmen investiert werden.

Prioritäten und Funktionsweise

Um eine maximale Wirkung der eingesetzten Mittel zu erreichen, setzt der GCF folgende Schwerpunkte:

  • klimakompatible Städte

  • emissionsarme und widerstandsfähige Landwirtschaft

  • Schutz der Wälder

  • Stärkung der Resilienz von kleinen Inselstaaten

  • Umbau der Energieproduktion und Zugang zu sauberen Energiequellen

Bei der Zuteilung der finanziellen Mittel strebt der Fonds ein Gleichgewicht zwischen Mitigation und Anpassung an. Ausserdem will der GCF das Engagement des Privatsektors fördern, um weitere Finanzmittel zu erschliessen.

Die Aktivitäten des GCF werden über akkreditierte Organisationen auf internationaler, regionaler, nationaler und subnationaler Ebene realisiert. Die Zusammenarbeit mit den nationalen Kontaktstellen ermöglicht eine Übereinstimmung der Finanzierungsgesuche mit nationalen Strategien und Plänen.

Gouvernanz

Der Grüne Klimafonds wird von einem Exekutivrat mit 24 Mitgliedern, bei gleich starker Vertretung von Entwicklungs- und Industrieländern, geführt. Das unabhängige Sekretariat in Songdo (Südkorea) unter der Leitung des Exekutivdirektors ist für das Tagesgeschäft zuständig. Der Exekutivrat entscheidet über Politiken und trifft die Finanzierungsentscheide.

Die Schweiz und der Grüne Klimafonds

Die Schweiz spielte eine gewichtige Rolle bei der Gründung des GCF, insbesondere in der Design- und Aufbauphase sowie als Gastgeberin der ersten Sitzung des GCF-Exekutivrats 2012 in Genf. Die Schweiz leistet einen Beitrag an die Erstkapitalisierung des Fonds von 100 Millionen USD, bezahlbar in drei Tranchen 2015–17, und ist im Exekutivrat vertreten, in Partnerschaft mit Finnland und Ungarn. Das Engagement der Schweiz im Grünen Klimafonds wird in der gemeinsamen Plattform «PLAFICO» von DEZA, SECO und BAFU koordiniert. Die Schweiz unterstützt die Ziele und Grundsätze des Fonds und verfolgt insbesondere folgende Prioritäten:

  • Mehr Investitionen in emissionsarme Energie sowie Unterstützung von nachhaltiger Landnutzung und Waldbewirtschaftung.
  • Erhöhte Anpassungs- und Widerstandsfähigkeit der am stärksten gefährdeten Länder und Bevölkerungsgruppen.
  • Verstärktes Engagement des Privatsektors zur Mobilisierung finanzieller Mittel, um Klimapolitiken in Entwicklungsländern zu unterstützen.
  • Transparente und inklusive Prozesse und wirksamer Einsatz von Finanzmitteln.

Verbesserte Komplementarität und Kohärenz mit anderen Institutionen im Bereich Klimafinanzierung und Umsetzung eines gendergerechten Ansatzes.

GCF Portfolio

Nach einer intensiven Aufbauphase konnte der GCF-Exekutivrat Ende 2015 die ersten Finanzierungsgesuche bewilligen. Bis Ende 2016 wurden rund USD 1,6 Milliarden aus Mitteln des GCF für Programme und Projekte verpflichtet. Diese sind allesamt auf der GCF Website aufgeschaltet.

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