Interview mit Sciex-Absolventin Magdalena Rowinska-Zyrek

Magdalena Rowinska-Zyrek bei der Arbeit im Labor
© Magdalena Rowinska-Zyrek

Post-Doktorandin Magdalena Rowinska-Zyrek hat von  2012 bis  2013 ein Forschungsaufenthalt an der Universität Zürich im Bereich Bioanorganische Chemie absolviert. Dabei hat sie sich insbesondere mit dem Element Ribozymen beschäftigt. 

Wie hast du von Sciex gehört ?

Über Google. Ich war auf der Suche nach Stipendien für einen Forschungsaufenthalt im Chemielabor an der Universität Zürich. 

Warum wolltest du einen Forschungsaufenthalt an der Universität Zürich machen?

Es gibt nur wenige Forscherinnen und Forscher, die sich mit dem Molekül Ribozyme beschäftigen. Das Labor in Zürich ist weltweit bekannt für seine Forschung in diesem Bereich. Mein Ziel war es, neue Techniken zu erlernen. Aus diesem Grund habe ich mich beim Sciex-Programm beworben. 

Wie waren deine Erfahrungen in der Schweiz?

Ich habe durch meinen Forschungsaufenthalt  sehr viel gelernt, insbesondere im Bereich der Bioanorganischen Chemie. Neben meinen Erfahrungen in der Forschung habe ich auch gelernt, wie man eine grosse Gruppe von Mitarbeitenden leitet und mit ihnen interagiert. Zudem habe ich zahlreiche  interessante  Menschen  kennengelernt, mit denen ich immer noch Kontakt halte. Und ein wenig  Schweizerdeutsch habe ich auch gelernt, da ich bereits vorher etwas Deutsch gesprochen habe. 

Was hat dir der Aufenthalt in Bezug auf deine Forschung gebracht?

Dank dem Aufenthalt konnte ich meinen Forschungsbereich ausweiten und neue Techniken erlernen, die ich bei meiner  jetzigen Arbeit in Polen brauchen kann. Zudem waren ich und mein Forschungsteam in Zürich die ersten, welche die Struktur eines menschlichen Ribozyms entziffert hat. Während meines Forschungsjahrs in Zürich haben wir festgestellt, dass es noch viel mehr in diesem Bereich zu forschen gibt. Deshalb haben wir ein weiteres Projekt gestartet. Dafür  blieb ich 1,5 Jahre länger in der Schweiz als geplant. 

Was machst du heute?

Ich bin wieder zurück in Polen und arbeite als Assistenz-Professorin an der Universität Wroclaw. Dort habe ich  meinen Doktortitel erworben. Ich forsche weiterhin im Bereich der Bioanorganischen Chemie, insbesondere zu Ribozymen. Meine berufliche Zukunft sehe ich Polen.