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Medienmitteilung, 19.05.2022

EDA-Staatssekretärin Livia Leu eröffnete gestern Mittwoch, am 18. Mai 2022, in Genf das vierte Treffen des Netzwerks der Kontaktpersonen im Bereich Frauen, Frieden und Sicherheit (WPS Focal Points Network). An der zweitägigen Veranstaltung treffen sich rund 200 Vertreterinnen und Vertreter von Regierungen, internationalen und regionalen Organisationen sowie der Zivilgesellschaft. Ihr gemeinsames Ziel: die verstärkte Umsetzung der Agenda zu Frauen, Sicherheit und Frieden. Dazu sollen Strategien für eine stärkere Teilhabe von Frauen an Friedensprozessen und den Schutz ihrer Rechte ausgearbeitet werden. Organisiert wird die Veranstaltung vom EDA im Rahmen des schweizerisch-südafrikanischen Ko-Vorsitzes des Netzwerks.

Rund um den Globus übernehmen viele Frauen Schlüsselrollen in der Friedensförderung und der Mediation und in der humanitären Hilfe. Dennoch sind sie in diesen Bereichen – insbesondere bei Entscheidungsprozessen – immer noch untervertreten. Die Agenda zu Frauen, Frieden und Sicherheit des UNO-Sicherheitsrats anerkennt und stärkt die Rolle der Frauen bei allen Bemühungen um einen dauerhaften Frieden.

Die Schweiz und Südafrika folgen im Rahmen ihrer Ko-Leitung des WPS-Netzwerks im Jahr 2022 dem Motto: «Partnering for Change – Translating the Women, Peace, and Security Agenda into Action». Das Treffen in Genf steht im Zeichen dieses Mottos. Es soll Massnahmen aufzeigen, welche die Mitglieder des Netzwerks – 91 Staaten sowie internationale und regionale Organisationen – gemeinsam fördern können, sowohl auf nationaler als auch auf multilateraler Ebene.

Kollektive Verantwortung für einen dauerhaften Frieden

In ihrer Eröffnungsrede erinnerte Livia Leu, Staatssekretärin des EDA, daran, dass seit der Anerkennung der Agenda zu «Frauen, Frieden und Sicherheit» durch den Sicherheitsrat vor zwanzig Jahren nur zögerliche Fortschritte erzielt wurden. Sie betonte auch, wie dringlich die Umsetzung der Agenda ist angesichts der aktuellen Krisen und Konflikte in Syrien, Myanmar, Äthiopien, Afghanistan und in der Ukraine. «Es liegt in unserer kollektiven Verantwortung, die Grundlagen für einen dauerhaften Frieden zu stärken», sagte Livia Leu. «Ohne Frauen kann es jedoch keinen dauerhaften Frieden geben. Das Treffen in Genf unterstreicht den gemeinsamen Willen, die Bilanz der letzten zwanzig Jahre zu übertreffen und die Agenda mit neuem Schwung umzusetzen.»

Engagement der Schweiz  

Der Ko-Vorsitz der Schweiz im WPS-Netzwerk im Jahr 2022 ist eine logische Folge ihrer Bemühungen in diesem Bereich. Die Schweiz setzt im Rahmen ihres Vierten Nationalen Aktionsplans die Verpflichtungen um, die sich aus den zehn Resolutionen zu «Frauen, Frieden und Sicherheit» des UNO-Sicherheitsrats ergeben. Sie setzt sich dafür ein, dass Frauen in lokale, nationale und internationale Entscheidungsprozesse gleichberechtigt einbezogen werden. Wenige Wochen vor den Wahlen für einen Sitz im UNO-Sicherheitsrat bekräftigt die Schweiz ihr Engagement für eine verstärkte Umsetzung der Agenda.

Konkret sieht ihre Unterstützung wie folgt aus: Stärkung der Zivilgesellschaft und der Friedensaktivistinnen, Anerkennung von Menschenrechtsverteidigerinnen sowie Förderung von gezielten Projekten und inklusiven Dialogen in bestimmten Kontexten. Die Schweiz setzt sich auf multilateraler Ebene für die Förderung und Achtung der Rechte der Frauen ein. Schliesslich unterstützt sie UN Women finanziell und ist Unterzeichnerin des Pakts für Frauen, Frieden, Sicherheit und humanitäre Hilfe.

Netzwerk der Kontaktpersonen für den Bereich «Frauen, Frieden und Sicherheit»

Das 2016 gegründete Netzwerk soll UNO-Mitglieder sowie regionale und internationale Organisationen bei der Umsetzung der Agenda zu Frauen, Frieden und Sicherheit unterstützen. Mit derzeit 83 Mitgliedstaten und acht regionalen und internationalen Organisationen bietet das Netzwerk eine regionenübergreifende Plattform, die den Austausch von bewährten Praktiken und Erfahrungen unter den Mitgliedern erleichtert.


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Letzte Aktualisierung 28.01.2022

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