Biodiversität

Markt mit vielen Gemüsesorten.
Die Biodiversität garantiert die Versorgung des Menschen mit den benötigten Vitaminen und Mineralien und ist deshalb zentral für die Ernährungssicherheit. ©CGIAR

Die Erde weist eine beeindruckende biologische Vielfalt auf. Die Biodiversität garantiert die Versorgung des Menschen mit den benötigten Vitaminen und Mineralien und ist deshalb zentral für die Ernährungssicherheit. Die DEZA setzt sich für die Erhaltung der Biodiversität ein und berücksichtigt in ihren Projekten das Wissen und die Traditionen der lokalen Bevölkerung.

Fokus der DEZA

Die Biodiversität – die Vielfalt an Nutzpflanzen und -tieren – ist ein wichtiger Faktor für eine ausgewogene und gesunde Ernährung. Die Vielfalt garantiert eine angemessene Versorgung mit Nährstoffen durch Nahrungsmittel. Die DEZA setzt sich nicht nur für genügend Nahrung für alle ein, sondern auch für eine ausgewogene und gesunde Ernährung. Dazu ist die Erhaltung der Agro-Biodiversität zentral.

Auf globaler Ebene setzt sich die DEZA für die Erhaltung von Saatgut der am häufigsten verwendeten Nutzpflanzen in Saatgutbanken und die Verbesserung bestehender Saatgutsysteme ein. Sie unterstützt über die internationale Forschungsorganisation Bioversity International, welche in Südamerika, Asien und Afrika tätig ist, die einheimischen Bäuerinnen und Bauern bei der Erhaltung und Vermarktung von lokalen Pflanzensorten.

Die lokale Bevölkerung im jeweiligen Land spielt bei der Erhaltung der Agro-Biodiversität eine wichtige Rolle. Sie hat das Wissen über heimische Arten sowie über die Nutzung des Bodens. Die DEZA berücksichtigt diesen Aspekt in ihren Biodiversitäts-Projekten. Sie arbeitet mit lokalen, regionalen und globalen Institutionen zusammen, um eine nachhaltige Nutzung von Ökosystemen zu erreichen, die von der einheimischen Bevölkerung im jeweiligen Land akzeptiert und berücksichtigt wird.

Hintergrund

Die Biodiversität befindet sich in einem Spannungsfeld. Einerseits führt die Umwandlung natürlicher Ökosysteme in grosse Agrarflächen zu mehr landwirtschaftlicher Produktion und einer besseren Versorgung. Andererseits gefährden diese Entwicklungen die Artenvielfalt und damit u.a. die Selbstversorgung der lokalen Bevölkerung. Die Herausforderung besteht darin, den ländlichen Raum schonend und zum Nutzen aller Beteiligten zu gestalten. Biodiversität ist ebenfalls für die medizinische Forschung wichtig – Natur- und Wildpflanzen stehen bei der Entwicklung von Medikamenten oft am Anfang des Prozesses.

Weltweit existierten schätzungsweise rund 7000 verschiedene Pflanzenarten, die für die menschliche Ernährung gebraucht werden. Heute liefern Reis, Mais und Weizen mehr als 50 Prozent aller pflanzlichen Kalorien. 75 Prozent der menschlichen Ernährung stammen 2019 von lediglich zwölf Pflanzen- und fünf Tierarten. Die Vielfalt der landwirtschaftlich genutzten Pflanzenarten und -sorten nahm in den letzten 100 Jahren stark ab. In China existierten beispielsweise 1949 mehr als 10'000 lokale Weizensorten, heute werden weniger als 1'000 noch angebaut. Gemäss der Welternährungsorganisation FAO hat die Weltgemeinschaft bereits drei Viertel der Pflanzenvielfalt verloren, die ursprünglich unserer Ernährung diente.

Die Spezialisierung auf wenige Getreide- und Gemüsesorten ist riskant. Eine ausreichende genetische Vielfalt schützt langfristig vor unerwarteten Entwicklungen wie Krankheiten oder Schädlingsbefall.

Auf globaler Ebene befasst sich die Biodiversitätskonvention der UNO mit dem Schutz und der nachhaltigen Nutzung der Biodiversität und dem gerechten Ausgleich von Vorteilen, welche aus der Nutzung von Biodiversität entsteht. Die Kommission für genetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft der FAO befasst sich spezifischer mit den Belangen der Agro-Biodiversität.

Die Schweiz hat sich im Rahmen der Biodiversitätskonvention der UNO verpflichtet, ihr internationales Engagement innert 10 Jahren zu verdoppeln. Die Schweiz als ein Land mit stark gefährdeter Artenvielfalt trägt damit die globalen Bemühungen zu deren Erhaltung mit.

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Aktuelle Projekte

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Wissen und Erfahrungen austauschen zum Schutz der Gebirgswaldökosysteme in den Anden

Ein Teil des Andenwalds im Nebel.

01.11.2011 - 31.12.2019

Die Wälder in den Anden sind in zahlreicher Hinsicht wertvoll: Sie speichern Wasser und reinigen es, schützen vor Naturgefahren und absorbieren umweltschädigende Treibhausgase. Mit dem Projekt  ANFOR trägt die DEZA zum langfristigen Schutz der Gebirgswälder in den Anden bei.

Land/Region Thema Periode Budget
Anden
Klimawandel & Umwelt
Umweltpolitik
Forstwirtschaftspolitik
Schutz der Biosphäre
Biodiversität

01.11.2011 - 31.12.2019


CHF 8'072'000



Renaturierung des Flusses Raba

01.09.2011 - 31.12.2016

 

Ziel des Projekts ist es, den Fluss Raba und das umliegende Tal zu renaturieren. Dazu gehören die Wiederherstellung der natürlichen Flussläufe der Raba und ihrer Zu- und Nebenflüsse sowie der Schutz der Auenlandschaft im Flussbett. Mit der Renaturierung von zwei Flussabschnitten leistet die Schweiz einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung des Ökosystems. 

 

Land/Region Thema Periode Budget
Polen
Unallocated Unspecified
Sectors not specified
Umwelt schützen
Biodiversity
Biodiversität

01.09.2011 - 31.12.2016


CHF 1'240'827



Massnahmen zum Schutz bedrohter Ökosysteme

01.07.2011 - 31.12.2016

Die Schweiz finanziert in der Slowakei zwei Biodiversitätsprojekte zum Schutz bedrohter Ökosysteme. Ein Projekt unterstützt die Überwachung und Erforschung von Wäldern, ein weiteres Projekt zielt auf die Erhaltung und den Schutz von Naturgebieten und Habitaten in den slowakischen Karpaten. Der Schweizer Beitrag an diese beiden Projekte beläuft sich dabei auf insgesamt rund 4,2 Millionen Schweizer Franken.

Land/Region Thema Periode Budget
Slowakei
Unallocated Unspecified
Sectors not specified
Umwelt schützen
Biodiversity
Biodiversität

01.07.2011 - 31.12.2016


CHF 2'088'000



Programm BioCultura: In Harmonie mit «Mutter Erde» leben

01.04.2009 - 31.08.2015

Die Anden bergen unermessliche Reichtümer. Und doch sind die bolivianischen Bevölkerungsgruppen, welche die Anden-Hochebene und die benachbarten Täler besiedeln, sehr arm. Mit dem Programm BioCultura, das gemeinsam von der DEZA und der Regierung Boliviens lanciert wurde, sollen die indigenen und bäuerlichen Bevölkerungsgruppen Boliviens wirtschaftlich und zugleich kulturell gefördert werden.

Land/Region Thema Periode Budget
Bolivien
Klimawandel & Umwelt
Beschäftigung & Wirtschaftsentwicklung
Governance
Biodiversität
KMU Förderung
Dezentralisierung

01.04.2009 - 31.08.2015


CHF 13'850'000



Andean Forest and Climate Change Programme (ANFOR) – Phase II

01.09.2019 - 31.08.2021

The second and last phase of the Andean Forest and Climate Change Programme (ANFOR) will consolidate, share and scale-up validated best practices on how to safeguard mountain forest ecosystems to further shape national forest policies aiming at enhanced resilience of Andean mountain forest ecosystems and increased human wellbeing. The Programme will inform the concerned regional and global dialogue and contribute to an effective implementation of national policies related to environmental integrity.


Adaptation to Climate Change in Mountains

15.12.2018 - 30.09.2027

Mountain ecosystems and societies are particularly sensitive to climate change. Targeted adaptation measures are essential to increase the resilience of livelihoods and ecosystems in mountains. The programme will harness Swiss expertise and generate information on climate change impacts and related adaptation strategies in mountains and feed them into regional science-policy platforms and global policy frameworks for adaptation planning in mountains.


Plant Variety Protection Legislation and Farmers’ Rights in Developing Countries

01.10.2018 - 30.09.2022

Plant variety protection legislation in accordance with the International Union for the Protection of New Varieties of Plants (UPOV) is gaining importance in developing countries. This kind of legislation often neglects the existing informal seed systems and Farmers’ Rights. SDC supports APBREBES, a network of civil society organizations, to raise awareness and contribute to capacity building on alternative legislation that better reflect smallholders’ needs and practices.


Opérationnalisation de la filière semencière au Tchad

01.05.2018 - 30.11.2023

Au Tchad, le système de production agricole est rudimentaire et les rendements sont faibles. Le pays est régulièrement confronté à l’insécurité alimentaire. La semence est le principal intrant utilisé par les agriculteurs. C’est pourquoi, la DDC contribue à faciliter l’accès à des semences de qualité et adaptées à leur environnement. Ce programme permet aux exploitations familiales d’améliorer leur production et leur revenu et développe l’auto-emploi des femmes et des jeunes grâce à la multiplication de semences.


Crop Trust – Genebank Platform 2018

01.01.2018 - 31.12.2018

The Consultative Group of International Agricultural Research (CGIAR) safeguards globally important collections of crop diversity critical for improving food and nutrition security. Genebanks require constant maintenance. The Crop Trust Endowment Fund ensures the long-term funding for the maintenance of these genebanks. The unique bilateral contribution by Switzerland contributes to safeguarding (and building up of) the Endowment Fund.


Improving seed systems for smallholder farmers‘ food security

01.10.2017 - 30.09.2021

Smallholders often use informal seed systems to meet their seed needs. The project increases the access, availability and necessary diversity of adapted seeds to smallholders to reduce their vulnerability to shocks and contribute to their food and nutrition security. In national and global policy dialogues improved and pluralistic seed systems that better respond to the reality and the needs of smallholders are promoted and smallholders will get political recognition for their role in germplasm conservation.


North Macedonia: Nature Conservation Programme

01.01.2017 - 31.01.2021

Switzerland will assist North Macedonia in sustainable management of natural resources through practical application of conservation measures such as regional protected areas and integrated forest management in the Bregalnica region. Further framework conditions will be improved and support is provided in implementing national legislation and the Strategy on Nature. By promoting ecologically and sustainably produced products and services, economic benefit for the local population will be generated.


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