Hindukusch (Afghanistan, Pakistan)

Die Region Hindukusch umfasst die Länder Afghanistan und Pakistan, die durch das Hindukusch-Gebirge verbunden sind. Die DEZA beendet ihre bilateralen Aktivitäten in Pakistan per Ende 2019. Sie unterstützt das Land vor allem in den Bereichen Wasserbewirtschaftung, Konsolidierung staatlicher Strukturen und Menschenrechte. In Afghanistan fördert die Schweiz die Rechtsstaatlichkeit, die Einhaltung der Menschenrechte, die landwirtschaftliche Entwicklung, die Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen und die Grundbildung.

Karte der Region Hindukusch (Afghanistan, Pakistan)
© EDA

Engagement der Schweiz in Afghanistan

Die politische Lage in Pakistan hat sich in den vergangenen Jahren stark verbessert und stabilisiert, ist aber immer noch volatil, und der Sicherheitssituation muss besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Ein schwacher Rechtsstaat, Straflosigkeit, sozioökonomische Ungleichheiten, Flüchtlingsströme und Binnenvertriebene, häufige Naturkatastrophen sowie ethnische und religiöse Spannungen erhöhen die Unsicherheit und belasten die Bevölkerung stark.

Die Schweiz engagiert sich für Rechtsstaatlichkeit und gute Regierungsführung, die Einhaltung der Menschenrechte und die Verbesserung der Lebensbedingungen benachteiligter Bevölkerungsgruppen vor allem in ländlichen Gebieten.

Partner der DEZA sind Behörden auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene, internationale Organisationen wie die UNO und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), andere Geberländer sowie national und international tätige Nichtregierungsorganisationen.

Ende 2019: Einstellung der bilateralen Aktivitäten der DEZA in Pakistan

Die Schweiz ist seit 1966 in Pakistan tätig. Im Jahr 2008 beschloss der Bundesrat, dass Pakistan kein Schwerpunktland der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit der Schweiz mehr ist.

Ein reduziertes Engagement in der Grenzregion zu Afghanistan war aber weiterhin sinnvoll, um zu einer Reduktion der Fragilität in dieser Region beizutragen. Seither fokussiert die DEZA ihr Engagement auf die Provinz Khyber Pakhtunkhwa (KP) und die Stammesgebiete unter Bundesverwaltung (Federally administered Tribal Areas, FATA), die im Mai 2018 in die Provinz integriert wurden.

2016 entschied die DEZA, ihre Aktivitäten in Pakistan bis 2022 gänzlich zu beenden. Im Rahmen des Stabilisierungsprogramms 2017–2019 beschloss das Parlament 2017, das Budget der internationalen Zusammenarbeit um 150 Millionen Franken zu kürzen. Deshalb entschloss sich die DEZA dazu, den Ausstieg der Südzusammenarbeit und der Humanitären Hilfe aus Pakistan zu beschleunigen. Alle operativen Aktivitäten werden Ende 2019 eingestellt, die administrative und finanzielle Schliessung wird 2020 stattfinden.

Im Falle einer humanitären Krise wird die Humanitäre Hilfe der Schweiz aber weiterhin die Möglichkeit haben, Einsätze in Pakistan durchzuführen.

Verantwortungsbewusste und effiziente Wassernutzung

Wasser ist eine zunehmend knappe Ressource. Dies gefährdet den bereits heute fragilen sozialen Zusammenhalt in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa. Die Schweiz unterstützt Pakistan in seinen Anstrengungen, die Wasserbewirtschaftung auf regionaler und lokaler Ebene zu verbessern. Diese Bemühungen haben zum Ziel, Konflikten um den Zugang zu Wasser (Qualität und Quantität) vorzubeugen, die Wasserressourcen effizienter zu nutzen und die negativen Auswirkungen hydrologischer Extremereignisse zu mindern.

Konkret verfolgt die DEZA folgende Ziele:

  • Verbesserter Trinkwasserzugang
  • Auf-, Ausbau und Instandhaltung von Bewässerungssystemen in der Landwirtschaft
  • Vermittlung von technischem Fachwissen im Bereich wasserbezogene Katastrophenvorsorge und deren Bewältigung
  • Aufbau von Wassernutzergemeinschaften

Wasser

Lokaler Staatsaufbau und Förderung der Menschenrechte

Die Schweiz engagiert sich für die Stärkung des Vertrauens zwischen der Bevölkerung und den regionalen Behörden. Sie unterstützt die Bereitstellung von Basisdienstleistungen für alle, eine demokratische, transparente und rechenschaftspflichtige lokale Regierungsführung, einen besseren Schutz der Menschenrechte und politische Reformen.

Konkret verfolgt die DEZA folgende Ziele:

  • Konsolidierung des Rechtsstaats
  • Stärkung der Kapazitäten in den Bereichen Justiz, Polizei und Rechtshilfe
  • Einführung neuer Streitbeilegungsmechanismen
  • Schutz von Binnenvertriebenen und afghanischen Flüchtlingen       

Gute Regierungsführung

Aktuelle Projekte

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Disability: Community Based Development Muzaffargarh, Pakistan

01.12.2018 - 31.12.2020

Die CBM fokussiert auf die ärmsten und schwächsten Bevölkerungsgruppen – getreu dem Grundsatz «Niemanden zurücklassen» (Leave no one behind) im Hinblick auf die Umsetzung der Agenda 2030. Deshalb spielt die CBM seit über dreissig Jahren eine wichtige Rolle bei der Inklusion von Menschen mit Behinderungen, namentlich von sehbehinderten und blinden Menschen. Die DEZA wird über die Abteilung Institutionelle Partnerschaften, die für das Thema «Disability» zuständig ist, einen Pilotbeitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderungen leisten.


Pakistan NDRMF Consultant Disaster Risk Financing

01.09.2018 - 31.12.2019

While Pakistan faces significant disaster risk and an increasing rate of occurrence of hazardous eventsi there is very limited understanding of instruments for Disaster Risk Financing (DRF), like insurance soveretgn risk transfer and preparedness for budget reallocations The DRF Consultant will assist the National Disaster Risk Management Fund (NDRMF) in disaster risk modelltng work including the formulation of a national DRF strategy for Pakistan and DRF instruments which can support Government's efforts to better manage the risks and their significant financial implications.


Policy Support Programme (PSP) (Single phase)

01.06.2018 - 31.12.2019

Evidence-based analysis and data are crucial for Pakistan’s Sustainable Development Goals agenda. The proposed programme supports key stakeholders to improve pro-people policymaking and provides a platform for SDC to showcase lessons learned from over fifty years of development cooperation in Pakistan. Such knowledge transfer and institutionalization is important in the phasing out process of SDC’s Pakistan country programme.


Improving Water Governance in Khyber Pakhtunkhwa (WGKP)

01.12.2017 - 31.12.2019

Water governance and water resource management are a critical development challenge in Khyber Pakhtunkhwa province (KP) since 18% of the KP population (corresponding to 5.4 million people) remain without access to safe drinking water. In line with the National Water Policy framework and capitalizing on SDC’s experience in the sector, the project aims at strengthening provincial water institutions to enhance water policy development and water service delivery to vulnerable communities in KP.




Support to Local Governance Programme (LoGo)

01.05.2017 - 31.12.2019

The programme will reduce the potential for conflict in the Province of Khyber Pakhtunkhwa (KP) by improving the relationship and trust between the people and the State; as part of the ongoing decentralization reform, the programme will strengthen the basis for accountable and participatory local government processes leading to more efficiency of local governments and public services responding to all citizens’ needs, including those of the most vulnerable.



Educational facilities for the Internally Displaced and street children

10.12.2016 - 31.12.2019

The internally displaced youth living often as street children in the low-income neighbourhoods of the capital city Islamabad and are deprived from basic education and protection services. The Mashal school educates IDP children from all over the country with a majority from KP and FATA, offers them a protective space, advises / counsels them on cultural, social and legal issues and help them to register under the government system by that laying the basis for future livelihood possibilities.


Pakistan: ADB, National Disaster Risk Management Fund (NDRMF)

01.12.2016 - 30.11.2019

Pakistan faces significant disaster risk and lacks institutional capacity and finance to tackle it. The National Disaster Risk Management Fund will enhance resilience of vulnerable communities, especially in KP and FATA, to natural hazards and will strengthen institutional capacity of authorities to disaster prevention, mitigation and preparedness. This will reduce socio-economic vulnerability of the people to natural hazards and ultimately poverty.


Strengthening Human Rights Protection Mechanisms in Khyber Pakhtunkhwa

01.06.2016 - 31.12.2019

This project will improve the protection of rights of the people in KP by strengthening the provincial human rights protection mechanisms. This will be achieved by strengthening the capacity of line departments to manage the rights related responsibilities that were devolved from the federal to the provincial government, by developing a human rights policy, and by raising awareness among civil society on the protection responsibilities of the government. 


Strengthening Rule of Law in Khyber Pakhtunkhwa

15.12.2015 - 31.12.2019

The Strengthening Rule of Law in Khyber Pakhtunkhwa (KP) project aims to increase access to justice for the people, especially women and other vulnerable groups in KP, and support the government in its efforts to stabilise the region by strengthening the legal system. This project aims to support KP transition out of fragility by ‘establishing and strengthening people’s security’ and ‘addressing injustices’.

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