Instrumente und Umsetzungspartner

Um ihre sieben strategischen Ziele im Bereich der internationalen Zusammenarbeit zu erreichen und Lösungen für die aktuellen Herausforderungen zu finden, setzt die Schweiz eine Palette komplementärer Instrumente ein. Sie arbeitet mit zahlreichen Partnern aus der Zivilgesellschaft und dem Privatsektor sowie mit Forschungsinstituten zusammen.

Für die Durchführung ihrer Aktivitäten verfügt die internationale Zusammenarbeit der Schweiz über eine Palette von Instrumenten, die sich gegenseitig ergänzen und verstärken.

  • Humanitäre Hilfe
  • Technische Zusammenarbeit und Finanzhilfe zugunsten von Entwicklungsländern
  • Wirtschafts- und Handelskooperation
  • Transitionszusammenarbeit mit den Ländern Osteuropas
  • Förderung von Frieden und menschlicher Sicherheit

DEZA, SECO und/oder die Abteilung Menschliche Sicherheit des EDA erarbeiten wo sinnvoll gemeinsame Kooperationsstrategien, um sich den stets komplexer werdenden globalen Herausforderungen unserer Zeit stellen zu können. In Regionen mit lang anhaltenden Konflikten werden beispielsweise die Berührungspunkte zwischen den Aktivitäten der humanitären Hilfe und der Entwicklungshilfe ausgebaut. In fragilen Kontexten mit enormen Ungerechtigkeiten können Projekte zur Dezentralisierung der Staatsmacht, zur ländlichen Entwicklung und zur Integration von Minderheiten mit Initiativen zur Friedensförderung gekoppelt werden, um eine Eskalation der Konflikte zu verhindern.

Bilaterale und multilaterale Zusammenarbeit

Die internationale Zusammenarbeit der Schweiz umfasst sowohl in unterschiedlichen Partnerländern durchgeführte Projekte als auch Beiträge an internationale Organisationen.

Dank den Projekten der bilateralen Zusammenarbeit bleibt die Schweiz in Kontakt mit den lokalen Realitäten, übt direkte Kontrolle aus und sichert sich Visibilität, oft unterstützt durch das Engagement von Schweizer Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Zur bilateralen Zusammenarbeit gehört auch der Politikdialog, den die Schweiz mit verschiedenen Regierungen über ihre Reformprogramme und Politikmassnahmen führt.

Die in den Partnerländern gemachten Erfahrungen und Beobachtungen ermöglichen es der Schweiz, im Rahmen von multilateralen Organisationen in voller Kenntnis der Sachlage Stellung zu nehmen. Die Schweiz ist Mitglied der wichtigsten multilateralen Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe wie Weltbank, UNO-Entwicklungsprogramm (UNDP) und UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR).

Durch ihre Grösse und ihr fachliches Know-how sind die multilateralen Organisationen unverzichtbare Akteure bei der Bewältigung globaler Herausforderungen. Sie ergänzen auf ihre Weise das bilaterale Engagement der Schweiz. Die Schweiz versucht, ihren eigenen Prioritäten eine globale Reichweite zu verleihen, indem sie Einfluss auf die strategischen Ausrichtungen dieser Organisationen nimmt.

Fünf spezifische Globalprogramme der DEZA widmen sich grenzüberschreitenden Problemen: Zugang zu Wasser und Bewirtschaftung von Wasserressourcen, Gesundheit, Ernährungssicherheit, Migration und Entwicklung sowie Klimawandel und Umwelt.

Globalprogramme

Partnerschaften ausbauen und Finanzierungsquellen diversifizieren

Um ihr Engagement in der Praxis umzusetzen und die Wirkung der bereitgestellten Mittel zu verstärken, agiert die internationale Zusammenarbeit der Schweiz im Verbund mit zahlreichen Partnern: Bevölkerung und Regierung der jeweiligen Einsatzländer, multilaterale Organisationen, schweizerische, internationale und lokale Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Universitäten und Forschungsinstitute, andere Geldgeber, Unternehmen des Privatsektors mit Sitz in der Schweiz oder im Ausland, Diasporagemeinschaften, Kantone und Gemeinden.

Die Beiträge der Schweiz an bestimmte multilaterale Organisationen verleihen ihrem Engagement eine globale Reichweite. Über Partnerschaften mit NGOs wiederum kann sie gezielt deren spezifisches Know-how nutzen. Im Verlauf der letzten Jahre intensivierte die DEZA ihre Zusammenarbeit mit Forschungsinstituten aus der Schweiz und dem Ausland, um Fachleuten in den Zielländern die Möglichkeit zu geben, sich weiterzubilden und die nationale Politik mit ihrem Wissen mitzugestalten, etwa im Bereich Glaziologie.

Im Rahmen von Kooperationsprojekten mit dem Privatsektor wiederum konnten zusätzliche Ressourcen in Form von Fachwissen und finanziellen Mitteln mobilisiert werden, insbesondere zur Förderung nachhaltiger Investitionen. Zum Privatsektor gehören sowohl multinationale Grossunternehmen als auch zahlreiche vor Ort tätige soziale Unternehmen.

Bei der Beschaffung zusätzlicher Finanzmittel für die Entwicklungshilfe müssen auch die Partnerländer involviert sein. Mehrere von der Schweiz finanzierte Kooperationsprojekte wollen die jeweiligen Länder dazu bewegen, ihr Steuersubstrat zu optimieren und Privatinvestitionen zu fördern.