Der Auftrag der Humanitären Hilfe: Leben retten

Die Humanitäre Hilfe der Schweiz soll mit Vorbeugungs- und Nothilfemassnahmen zur Erhaltung gefährdeten menschlichen Lebens sowie zur Linderung von Leiden beitragen. Auf multilateraler Ebene setzt sie sich für ein internationales System ein, das wirksamer auf humanitäre Krisen reagiert.

Die humanitäre Hilfe des Bundes beruht auf dem Bundesgesetz über die internationale Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe von 1976 und auf der Botschaft des Bundesrats über die internationale Zusammenarbeit 2017–2020. Neben der Prävention von Naturkatastrophen unterstützt die Humanitäre Hilfe ihre Partnerländer bei der Einführung von Mechanismen für Soforteinsätze. Sie unterstützt die Opfer bei Krisen und bewaffneten Konflikten und setzt sich für den uneingeschränkten Zugang zur notleidenden Bevölkerung und deren Schutz ein.

Vereinbarkeit mit dem humanitären Völkerrecht

Das Engagement der Schweiz entspricht dem Geist und den Grundprinzipien des humanitären Völkerrechts. Die Humanitäre Hilfe richtet bei all ihren Programmen und Aktivitäten ein besonderes Augenmerk auf die Gleichstellung von Frauen und Männern, die Achtung der Menschenrechte, den Umweltschutz und die gute Regierungsführung. Sie hilft allen Opfern ungeachtet von Rasse, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer Einstellung und sozialer Zugehörigkeit.

Auf multilateraler Ebene setzt sie sich für ein internationales System ein, das wirkungsvoller auf humanitäre Krisen reagiert. Aufgrund der finanziellen und operationellen Unterstützung, die sie ihren multilateralen Partnern gewährt, und der konkreten Feldeinsätze des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe ist die Schweiz im humanitären Bereich eine glaubwürdige, respektierte und einflussreiche Partnerin.