CSW setzt Meilenstein für Einzelziel zur Geschlechtergleichheit

Christine Schneeberger
Stv. Leiterin Chancengleichheit EDA und globale Gender- und Frauenfragen

7. April 2014 – Die UNO Kommission für die Stellung der Frau (CSW) fordert in ihrer 58. Session ein alleinstehendes Ziel für Geschlechtergleichstellung in der Post-2015 Agenda. 120 Staaten hatten während fast drei Wochen in New York mitverhandelt.

In dem kurz vor Mitternacht am 21. März 2014 nach tage- und nächtelangem Ringen verabschiedeten Abschlussdokument zum Thema «Challenges and achievements in the implementation of the Millennium Development Goals for women and girl» fordert die UNO Commission on the Status of Women (CSW) ein alleinstehendes Ziel zu Gender equality, empowerment of women and human rights of women and girls in der Post-2015 Agenda. Zudem sollen geschlechterspezifische Unterziele (targets) und Indikatoren in alle anderen Ziele der zukünftigen Agenda einfliessen.

«Challenges and achievements in the implementation of the Millennium Development Goals for women and girl»

Vertreterinnen und Vertreter der Staatengemeinschaft sitzen im Verhandlungssaal.
Blick in den Verhandlungssaal. 120 Staaten waren an den Verhandlungen beteiligt.

Nicht nur die 45 Mitgliedstaaten der CSW, sondern 120 Staaten hatten während fast drei Wochen an der 58. Session der Kommission in New York mitverhandelt. Verhandlungsleiterin war dieses Jahr erstmals die Schweiz. Die Forderung nach einem alleinstehenden Ziel und einem transversalen Ansatz von Geschlechtergleichstellung und Frauenrechten in der Post-2015 Agenda kann als grosser Erfolg und Mehrheitsforderung gewertet werden. Die Kommission verlangt, dass die Post-2015 Agenda auf den bei der Umsetzung der Millenniumsentwicklungsziele gewonnenen Erkenntnissen gründet und ‘vergessene‘ Themen wie Gewalt gegen Frauen und Mädchen, Frühverheiratungen, unbezahlte Care-Arbeit oder Lohnungleichheit einbezieht.

6000 Vertreterinnen und Vertreter von Nichtregierungsorganisationen aus aller Welt waren an der CSW in New York anwesend, verfolgten die zwischenstaatlichen Verhandlungen mangels Zutritt zum Verhandlungssaal in den Gängen des UNO-Hauptgebäude und trugen von dort ihre Anliegen an Delegierte heran.

Zwei Frauen diskutieren in einem Gang. Im Hintergrund arbeiten mehrere Frauen am Computer oder diskutieren miteinander.
Volle Gänge vor dem Verhandlungsaal. Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft tragen ihre Anliegen an Delegierte heran.

Die Forderung der CSW zielt in die gleiche Richtung wie die Schweizer Vision für ein Ziel zur Gleichstellung der Geschlechter. In nächster Zukunft geht es nun darum, die konkreten Unterziele des Gleichstellungsziels festzulegen. Basierend auf der Schweizer Vision erarbeitet die zuständige Arbeitsgruppe des Bundes derzeit Vorschläge für handlungsorientierte und messbare Unterziele, welche zur Umsetzung der Vision für eine Welt ohne Geschlechterungleichheiten beitragen sollen.

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