Schweiz übernimmt Leitung einer globalen Multi-Stakeholder Initiative zur Förderung nachhaltiger Ernährungssysteme

Patrick Mink
Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Fachbereich Internationale nachhaltige Landwirtschaft des Bundesamts für Landwirtschaft

November 2015 – Anlässlich eines Kick-off Anlasses (21./22. Oktober 2015) an der Mailänder Weltausstellung wurde das Programm für Nachhaltige Ernährungssysteme des UNO Zehnjahres-Rahmens zur Förderung nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster (10YFP) lanciert. Die Schweiz wurde in der Programmleitung bestätigt, zusammen mit Südafrika und der Nichtregierungsorganisation Hivos.

Die Teilnehmenden des Anlasses sitzen auf Stühlen nebeneinander.
Die Teilnehmenden des Kick-off Anlasses hören der Keynote Rednerin vom UNO Umweltprogramm zu. (Auf dem Bild zu sehen sind, von links nach rechts: Divinie Njie, FAO; Adrian Aebi, Schweiz; Thembelihle Ndukwana, Südafrika; Charles Arden-Clarke, 10YFP Sekretariat) © EDA, Präsenz Schweiz

Ernährungssysteme sind die Grundlage unserer Ernährungssicherheit. Gleichzeitig üben sie aber auch starken Druck auf die natürlichen Ressourcen aus. Das Programm für Nachhaltige Ernährungssysteme (Sustainable Food Systems,  Programme, SFS Programm) zielt deshalb darauf ab, Ernährungssysteme entlang der gesamten Nahrungsmittelkette - von der Produktion bis zum Konsum - nachhaltiger zu gestalten, auf globaler und nationaler Ebene. Dies tut es anhand konkreter Aktivitäten in den Bereichen Öffentlichkeitssensibilisierung, Kapazitätsaufbau, Zugang zu Wissen und Information, sowie Stärkung von Partnerschaften. Es leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung von SDG 2 über Hungerbekämpfung und Förderung nachhaltiger Landwirtschaft sowie SDG 12 über Förderung nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster, sowie einer Reihe weiterer SDGs in Bereichen wie Armutsbekämpfung, Gesundheit, Klimawandel und Biodiversität.

Eine Gruppe von Teilnehmenden sitzt zusammen an einem Tisch und diskutiert.
In kleinen Arbeitsgruppen diskutieren die Programm-Partner die prioritären Aktivitäten des SFS Programms. © EDA, Präsenz Schweiz

Der Lenkungsausschuss des SFS Programm traf sich am Rande der Mailänder Weltausstellung zu seiner ersten Sitzung, und diskutierte im Schweizer Pavillon über prioritäre Aktivitäten, die im Rahmen des Programms realisiert werden sollen. Darunter werden u.a. Projekte fallen zur Förderung nachhaltiger Ernährung, Verbesserung der Konsumenteninformation und Reduktion von Lebensmittelverschwendung (Foodwaste). Der Lenkungsausschuss besteht aus 23 Ländern und Institutionen verschiedener Stakeholder-Gruppen, darunter Länder wie Brasilien, Frankreich, USA; UNO Organisationen wie  FAO und UNEP, Nichtregierungsorganisationen wie Biovision, WWF und Akteure aus dem Privatsektor, darunter Nestlé. Die Schweiz stellt mit Südafrika und der niederländischen Entwicklungs-NGO Hivos die Programmleitung sicher.

Der Zehnjahres-Rahmen zur Förderung nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster (10-Year Framework of Programmes on Sustainable Consumption and Production, 10YFP) wurde an der Rio+20 Konferenz verabschiedet. Die Schweiz spielte bereits über die letzten fünf Jahre eine führende Rolle in den Vorbereitungen zur Aufnahme eines Programms über nachhaltige Ernährungssysteme ins 10YFP. Mit bereits über hundert Implementierungspartnern rund um die Welt hat das SFS Programm das Potential, zu einem entscheidenden Instrument zur Umsetzung der SDGs 2 und 12 zu werden.

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