Feste und Bräuche im Winter

Vor allem im Winter werden in der Schweiz zahlreiche traditionelle Feste gefeiert. Das hat damit zu tun, dass die Bauern ehemals im Winter mehr Zeit zum Feiern hatten als im Sommer.

Maskierte Menschen beim Fasnachtsumzug
Fasnachtsumzug in Basel. © EDA, Präsenz Schweiz

Nikolaus

Am 6. Dezember ist in vielen Kantonen Nikolaustag mit dem heiligen Nikolaus («Sammichlaus» genannt) als Beschützer der Kinder. Er belohnt die braven Kinder mit Gebäck, Nüssen, Schokolade und Clementinen. Der schwarz gewandete «Schmutzli» mit der Rute hingegen erschreckt jene Kinder, die sich im Laufe des Jahres schlecht benommen haben.

L’Escalade

Im Kanton Genf erinnert das Fest der «Escalade» an die Niederlage der katholischen Truppen des Herzogs von Savoyen im Jahr 1602. Am Wochenende, das dem 12. Dezember am nächsten liegt, finden Trachtenfeste, offizielle Ansprachen und Umzüge statt.

Advent und Weihnachten

In den vier Wochen vor Weihnachten feiern die Schweizer Advent. Traditionsgemäss öffnen die Kinder jeden Tag ein Fenster ihres Adventskalenders, hinter welchem sich ein Bild oder eine Süssigkeit verbirgt. Zum Advent gehören auch die Adventskränze mit je einer Kerze für jeden der vier Sonntage vor Weihnachten.

Sehr viele Menschen nehmen an Anlässen rund um Weihnachten teil: Konzerte, Weihnachtssingen, Weihnachtsmärkte und Gottesdienste. An Heiligabend (24. Dezember) oder am Morgen des 25. Dezember packen die Kinder ihre Weihnachtsgeschenke aus.

Fasnacht

In nahezu allen Schweizer Kantonen wird zum Winterende Fasnacht gefeiert – je nach Region an unterschiedlichen Daten. Die wichtigsten und bekanntesten Fasnachtsorte sind Basel und Luzern. Heidnischen und christlichen Mythen entsprechend sollen furchterregende Masken die bösen Geister vertreiben, während die Fasnächtler oft unter Musikbegleitung und feiernd durch die Strassen ziehen.

Andere Feste

Zahlreich sind landauf landab die Winterfeste wie zum Beispiel in Meiringen im Berner Oberland, wo zwischen dem 26. und 31. Dezember Männer aus dem Dorf und seiner Umgebung, die «Trychler», mit grossen Kuhglocken lärmend herumziehen. Bewohner des Lötschentals im Kanton Wallis verwandeln sich jedes Jahr zwischen dem 3. Februar und Aschermittwoch in fasnächtliche Gestalten («Tschäggättä» genannt) und ziehen mit furchterregenden Holzmasken und in Schaffelle gehüllt durch die Dörfer.

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