Tanz

In der Schweiz gibt es eine sehr vielfältige klassische und zeitgenössische Tanz-Szene.

Szenenbild aus dem Ballett «Le Sacre du printemps»
«Le Sacre du printemps» (dt: Die Frühlingsweihe), Choreographie von Maurice Béjart. © Béjart Ballet Lausanne

Der Tanz als künstlerischer Ausdruck hat sich in der Schweiz zunächst im klassischen Ballett etabliert, namentlich dank der zahlreichen Tänzerinnen, Tänzer und Choreographen, die sich zur Zeit des I. und II. Weltkriegs in der Schweiz niedergelassen haben. Derzeit gibt es sechs institutionelle Ballettkompanien in Basel, Zürich, Genf, Bern, Luzern und St. Gallen sowie das private Béjart Ballett in Lausanne. Seit den 1980er Jahren sind ausserdem eine Reihe freier Kompanien entstanden, die modernes Tanztheater ins Land gebracht haben. Derzeit gibt es rund 100 verschiedene Gruppen in der Schweiz.

Das Zürcher Ballett, das Béjart Ballet in Lausanne, die Kompanie Philippe Saire und die Choreographen Heinz Spoerli oder Gilles Jobin haben Werke von internationalem Ruf hervorgebracht. In der Schweiz gibt es mehrere Tanzfestivals, wie beispielsweise die Berner Tanztage, die Oltener Tanztage, die Bâtie in Genf, «Steps» an mehreren Orten der Schweiz und das Zürcher Theaterspektakel.

Der Prix de Lausanne, 1973 ins Leben gerufen, zeichnet jedes Jahr junge vielversprechende Tanztalente der ganzen Welt aus. Vergeben werden Stipendien für die Ausbildung bei renommierten Kompanien, was bereits mehreren Stars als Sprungbrett gedient hat.