Design

Das Taschenmesser, die Druckschrift «Helvetica» oder die Swatch-Uhr sind Ikonen des Schweizer Designs. Sein Kennzeichen ist nüchterne Funktionalität.

Bahnhofsuhr von Hans Hilfiker
Bahnhofsuhr von Hans Hilfiker. © EDA, Präsenz Schweiz

Das Schweizer Design ist geprägt von minimalistischer Ästhetik, von einer Formgebung im Dienste der Funktionalität und von der Liebe zum Detail. Hervorgegangen ist das Schweizer Design einerseits aus dem Bemühen um einfache Lösungen für die Probleme einer in der Nachkriegszeit neu industrialisierten Gesellschaft, andererseits aus der langen Tradition schweizerischer Lithographie, die bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zurückreicht.

Zu den Ikonen des Schweizer Designs gehören die Druckschriften «Helvetica» und «Frutiger», der Sparschäler «Rex», das Militärtaschenmesser, die Swatch-Uhr, der stapelbare «Landi»-Stuhl, «Eternit»-Gartenmöbel, der «Loop»-Stuhl, der Dreibeintisch von Jürg Bally, die Wolkenlampe von Susi und Ueli Berger oder die Bahnhofsuhr von Hans Hilfiker. Aus jüngerer Zeit stammen die Umhängetasche aus Lastwagenplanen von Freitag und die Nespresso-Kapseln. Die Schweiz gehört zudem zu den wichtigsten Design-Adressen für Videospiele.

In der Schweiz gibt es drei führende Design-Schulen: Die Hochschule für Kunst und Design (HEAD) in Genf, die Züricher Hochschule der Kunst (ZHdK) und die Lausanner Hochschule für Angewandte Kunst (ECAL). Ausserdem gibt es in der Schweiz zwei Design-Museen: Das Museum für Design und Angewandte Kunst (mudac) in Lausanne und das Museum für Gestaltung in Zürich.

Das Bundesamt für Kultur verleiht jährlich drei Schweizer Grand Prix Design und rund zwanzig Schweizer Designpreise. Seit 1991 gibt es zudem den Design Preis Schweiz. Ausgezeichnet werden hier alle zwei Jahre die besten Arbeiten von Schweizer Designern, Unternehmen und Institutionen oder von ausländischen Designern, die in der Schweiz tätig sind.