Von den Anfängen zu den Römern

Zeichnung des 19. Jahrhunderts: Taucher suchen nach prähistorischen Überresten
Unterwasser-Archäologie im 19. Jahrhundert: die Suche nach Überresten von prähistorischen Seeufer-Siedlungen im Genfersee. © Berner Historisches Museum

Klima und Relief steckten den Rahmen für die früheste Besiedelung der heutigen Schweiz ab. Das älteste bisher auf diesem Gebiet gefundene Werkzeug aus Feuerstein, ein Einzelfund, ist ca. 400 000 Jahre alt. Deutlichere Spuren haben menschliche Aktivitäten erst seit ca. 120 000 Jahren hinterlassen. Die frühesten Siedlungen, in denen Ackerbau und Viehzucht betrieben wurde und die so den Übergang zur Sesshaftigkeit dokumentieren, entstanden zwischen 5500 und 5000 v. Chr. Bedeutende archäologische Funde gibt es auch von Seeufersiedlungen, die ab Ende des 5. Jahrtausends v. Chr. auf dem Gebiet zwischen Genfersee und Bodensee entstanden.

Ab dem Beginn des 3. Jahrhunderts v. Chr. wurde das Gebiet der heutigen Schweiz etappenweise in das Römische Reich eingegliedert. Es bildete jedoch keine politische Verwaltungseinheit, sondern war auf fünf verschiedene Provinzen aufgeteilt. Die römische Herrschaft wurde schrittweise durch die Gründung von Kolonien verstärkt. Die ansässigen Volksgruppen – u.a. die keltische Volksgruppe der Helvetier und die Räter – übernahmen nach und nach zahlreiche römische Lebensformen (Romanisierung). Das Ende des weströmischen Reiches führte im 5. und 6. Jahrhundert zum Zerfall der römischen Verwaltung.

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