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Reisehinweise Ukraine

gültig am:  
Publiziert am: 16.04.2014

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.

Beachten Sie unbedingt auch die nebenstehenden Rubriken; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.



Aktuelles
Grundsätzliche Einschätzung
Spezifische regionale Risiken
Kriminalität
Verkehr und Infrastruktur
Besondere rechtliche Bestimmungen

Medizinische Versorgung
Besondere Hinweise
Nützliche Adressen

Aktuelles

Es wird von Reisen jeder Art in folgende Regionen abgeraten: Krim-Halbinsel, Kharkiv, Luhans’k, Dnipropetrovs’k, Donets’k, Zaporishzhya, Kherson und Odessa.

Schweizer Bürgern, die sich zurzeit in den Oblasten Donets’k und Luhans’k aufhalten, wird empfohlen, diese Regionen mit eigenen Mitteln vorübergehend zu verlassen, sofern dies sicher erscheint. Der Entscheid zur Ausreise bleibt ein individueller Entscheid. Bitte informieren Sie die Botschaft über einen allfälligen Ausreise-Entscheid und ihren temporären Aufenthaltsort. Im Notfall kontaktieren Sie bitte die Schweizerische Botschaft Tel.: 00380 44 281 61 28; E-Mail kie.vertretung@eda.admin.ch oder die Helpline des EDA in Bern +41 800 24 7 365. Die Schweiz hat je nach Entwicklung der Lage nur eingeschränkte oder gar keine Möglichkeit zur Hilfeleistung.

Von Touristen- und anderen nicht dringenden Reisen in die anderen Landesteile der Ukraine wird abgeraten. Falls sich eine Reise aus wichtigen Gründen nicht aufschieben lässt, beachten Sie die folgenden Informationen und Empfehlungen.

In Kiew kam es Mitte Februar 2014 zu massiven Gewaltakten zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Es wurden zahlreiche Menschen getötet oder verletzt. Auch in den Regionen gibt es Proteste und Unruhen, derzeit vor allem im Osten und Süden des Landes. Die Lage ist im ganzen Land sehr gespannt und die weitere Entwicklung ist ungewiss. Es ist nicht ausgeschlossen, dass es zu erneuten Gewalttaten und Einschränkungen bei Versorgungslage (auch Bargeldbezug), Kommunikationsmitteln und Bewegungsfreiheit kommen könnte.



Grundsätzliche Einschätzung

Das politische Klima ist sehr angespannt. Bei Ausschreitungen und gewalttätigen Zusammenstössen zwischen Demonstranten und den Sicherheitskräften wurden seit dem 18. Februar 2014 zahlreiche Menschen getötet oder verletzt. Seit Mitte März 2014 wird die Krim-Halbinsel faktisch von Russland kontrolliert. Seit dem 14. April 2014 kommt es in einigen Regionen im Osten und Südosten des Landes zu bewaffneten Auseinandersetzungen.

Lassen Sie an öffentlichen Orten Vorsicht walten und meiden Sie politische Demonstrationen jeder Art. Informieren Sie sich vor und während einer Reise über die Medien über die Entwicklung der Lage.



Spezifische regionale Risiken

Bei der Beschreibung von Gefahrenzonen handelt es sich um ungefähre Angaben; Risiken lassen sich nicht auf exakt umrissene Gebiete einschränken.

Osten und Süden des Landes: Auf der Krim Halbinsel hat die Schweiz im Notfall je nach Situation nur noch beschränkte oder gar keine Möglichkeit zur Hilfeleistung. In den anderen Regionen der Ost- und Südukraine nehmen die Spannungen und Proteste zu. Es wird von Reisen jeder Art in folgende Regionen abgeraten: Krim-Halbinsel, Kharkiv, Luhans’k, Dnipropetrovs’k, Donets’k, Zaporishzhya, Kherson und Odessa.
Die Sicherheitslage in den Regionen Donets‘k und Luhans‘k ist sehr angespannt. Eine weitere Verschlechterung der Sicherheitslage und bewaffnete Auseinandersetzungen sind nicht auszuschliessen. Das EDA empfiehlt Schweizer Bürgern, die sich in den Oblast Donets’k und Luhans’k aufhalten, diese Regionen mit eigenen Mitteln vorübergehend zu verlassen, sofern dies sicher erscheint. Der Entscheid zur Ausreise bleibt ein individueller Entscheid. Bitte informieren Sie die Botschaft über einen allfälligen Ausreise-Entscheid und ihren temporären Aufenthaltsort. Im Notfall kontaktieren Sie bitte die Schweizerische Botschaft Tel.: +380 44 281 61 28; E-Mail kie.vertretung@eda.admin.ch oder die Helpline des EDA in Bern +41 800 24 7 365. Die Schweiz hat je nach Entwicklung der Lage nur eingeschränkte oder gar keine Möglichkeit zur Hilfeleistung.

In Tschernobyl/Prypjat ereignete sich 1986 ein Kernreaktorunfall. Die Umgebung von 30 km wurde zur Sperrzone erklärt. Die International Atomic Energy Agency IAEA informiert über den Unfall und seine Folgen.
IAEA



Kriminalität
Infolge der schwierigen Wirtschaftslage steigt die Kleinkriminalität. Beachten Sie unter anderem folgende Vorsichtsmassnahmen:
  • Tragen Sie keine Wertgegenstände (Uhren, Schmuck etc.) und nur wenig Geld auf sich.
  • Seien Sie in öffentlichen Verkehrsmitteln und Bahnhöfen besonders vorsichtig.
  • Bei Zufallsbekanntschaften in Bars und Restaurants ist Vorsicht geboten. Es kommt vor, dass mit Betäubungsmitteln versetzte Getränke angeboten werden, um das Opfer zu berauben.
Verkehr und Infrastruktur

Ausserhalb der Städte ist der Strassenzustand oft schlecht. Das unberechenbare Verhalten vieler Verkehrsteilnehmer bildet ein zusätzliches Unfallrisiko. Verzichten Sie aus diesen Gründen und wegen der erhöhten Unfallgefahr auf nächtliche Überlandfahrten.

Wenn Sie in einen Unfall verwickelt sind, dürfen Sie das Fahrzeug nicht bewegen bis die Polizei eintrifft, ausser es besteht ein unmittelbares Sicherheitsrisiko (einen Stau verursachen wird nicht als Sicherheitsrisiko angesehen). Die meisten ukrainischen Polizisten sprechen keine Fremdsprache; bleiben Sie geduldig, die Formalitäten können mehrere Stunden in Anspruch nehmen.

Besondere rechtliche Bestimmungen
Alkohol am Steuer ist verboten (0 Promille!) und wird hart bestraft. Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden bei jeder Art von Drogen mit Gefängnisstrafen von fünf bis zehn Jahren bestraft. Die Haftbedingungen sind wesentlich schlechter als in der Schweiz.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist nur beschränkt gewährleistet. Ernsthafte Erkrankungen und Verletzungen müssen im Ausland behandelt werden.
Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat) und konsultieren Sie die Rubrik Reiselinks, wo Sie unter anderem weitere Informationen zu diesem Thema sowie generell zur Reisemedizin finden.
Über die Verbreitung von Krankheiten und mögliche Schutzmassnahmen informieren Ärzte und Impfzentren.



Besondere Hinweise
Erkundigen Sie sich bei der ukrainischen Botschaft in Bern über die Einreisevorschriften sowie die Bedingungen über die Ein- und Ausfuhr von Devisen. Die Devisenbestimmungen werden strikte gehandhabt; nicht oder falsch deklarierte Devisen werden beschlagnahmt.

Nützliche Adressen

Schweizerische Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste schweizerische Vertretung oder an die Helpline EDA wenden.
Schweizerische Vertretungen im Ausland 
Helpline EDA


Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz



Ausschluss der Haftung
Beachten Sie auch die zusätzlichen, allgemein gültigen Reise-Informationen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.